Union wütet über Abseits-Entscheidung: Tor zählt zu Recht?
Union wütet über Abseits-Szene – Tor zählt zu Recht?

Union Berlin hat sich nach einem turbulenten 2:2 gegen den 1. FC Köln über den ersten Punkt unter Interims-Trainerin Marie-Louise Eta (34) gefreut. Doch im Mittelpunkt stand eine hitzig diskutierte Szene: Die Entstehung des ersten Kölner Treffers sorgte für mächtig Wirbel.

Die strittige Szene im Detail

In der 33. Minute spielte Kölns Marius Bülter einen langen Ball, offenbar für Said El Mala. Dieser stand im Abseits und orientierte sich kurz zur Kugel, griff aber nicht ein. Stattdessen eroberte Teamkollege Jakub Kaminski den Ball und legte auf Luca Waldschmidt zurück. Der Edel-Joker spielte erneut auf Bülter, der die Kugel schließlich in den Winkel jagte.

Brisant: Linienrichter Stefan Lupp hob in dieser Szene zunächst die Fahne, nahm sie aber sofort wieder herunter. Ein Pfiff von Schiedsrichter Daniel Schlager blieb aus, die Partie lief weiter. Für die Union-Profis war dies ein irritierendes Signal, viele schalteten kurz ab oder reagierten zögerlich. Köln nutzte dies eiskalt aus.

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Heftige Kritik von Union-Verantwortlichen

Geschäftsführer Horst Heldt polterte nach dem Abpfiff: „Ich kann das nicht nachvollziehen. Das ist für mich klares Abseits.“ Auch der 2:2-Torschütze Livan Burcu zeigte sich bedient: „Für mich eine klare Fehlentscheidung. Er geht aktiv zum Ball, die Fahne wird gehoben und danach kommt der Ball ins Zentrum. Der Sonntagsschuss danach war sehr bitter für uns.“ Unions Trainerin Marie-Louise Eta (34) ergänzte: „Der Seitenassistent hebt die Fahne, und dementsprechend reagieren natürlich Spieler auch darauf.“

Schiri-Experte Gräfe: Tor ist regulär

Doch aus Schiedsrichtersicht war die Entscheidung korrekt. Schiri-Experte Manuel Gräfe erklärte: „Das ist keine aktive Abseitsstellung. Wenn man im Zweikampf mit dem Gegner um den Ball ist und im Abseits steht oder den Gegner daran hindert, zum Ball zu gehen, ist es strafbar. Aber nur im Abseits stehen und zum Ball laufen ist nicht strafbar.“ Er räumte ein: „Es war natürlich irritierend für die Union-Spieler, dass Stefan Lupp kurz die Fahne gehoben hat.“ Aber: „Das weiß jeder seit der Kreisliga: Erst der Pfiff des Schiedsrichters unterbricht das Spiel.“ Also: Ein reguläres Tor für Köln.

Union Berlin muss nun die Enttäuschung verdauen und sich auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Die Diskussion um die Abseitsregel wird jedoch sicherlich noch einige Tage anhalten.

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