Union Berlinerinnen erkämpfen sich Punkt beim VfL Wolfsburg
Die Fußballerinnen von Union Berlin haben in der Frauen-Bundesliga eine beachtliche Leistung gezeigt und beim favorisierten VfL Wolfsburg eine Punkteteilung erkämpft. Das Spiel endete am 22. Spieltag mit einem 3:3 (1:1) vor 3.517 Zuschauern im AOK Stadion in Wolfsburg. Die Berlinerinnen konnten in diesem unterhaltsamen und spannenden Duell einen Zwei-Tore-Vorsprung nicht über die gesamte Spielzeit halten, sicherten sich aber einen wertvollen Punkt gegen einen der Top-Konkurrenten.
Trainerin Poese: "Ein Punkt ist natürlich gut"
Union-Trainerin Ailien Poese, die ihre Mannschaft ausgezeichnet vorbereitet hatte, zeigte sich nach dem Spiel gemischter Gefühle. "Es ist einen Tick ärgerlich, dass wir es nicht über die Zeit bringen. Aber ein Punkt ist natürlich gut, auch wenn wir gerne drei mitgenommen hätten", sagte sie im Interview mit "MagentaSport". Ihre Worte spiegeln die Ambivalenz einer Leistung wider, die sowohl Stolz als auch leichte Enttäuschung hervorruft.
Spannender Spielverlauf mit Führungswechseln
Das Spiel entwickelte sich von Beginn an dynamisch:
- Kurz vor der Halbzeit gingen die Unionerinnen völlig überraschend in Führung. Wolfsburgs Verteidigerin Guro Bergsvand verlor den Ball gegen die heranstürmende Sophie Weidauer, deren Vorlage Hannah Eurlings dann nur noch einschieben musste (43. Minute).
- Doch die Nationalspielerin Janina Minge glich noch vor der Pause mit einem Volleyschuss zum 1:1 aus (45.+1).
- In der zweiten Halbzeit brachte ein Eigentor von Camilla Küver, die erst vergangene Woche ihren Vertrag verlängert hatte, Union wieder in Front.
- Jenny Hipp erhöhte auf 3:1 (78. Minute) und schien den Weg zum Überraschungssieg zu ebnen.
Dramatische Schlussphase mit Torhüterwechsel
Doch Wolfsburg, das ohne die verletzte Stürmerin Alexandra Popp antrat, schlug zurück. Küver traf nach einer Ecke ins richtige Netz zum Anschlusstreffer (84. Minute). Die Dramatik steigerte sich, als Wolfsburgs Torhüterin Stina Johannes in der 87. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Da das Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft war, musste Janina Minge das Torhütertrikot überstreifen.
Trotz dieser ungewöhnlichen Situation gelang Wolfsburg in der fünften Minute der Nachspielzeit durch Judit Pujols der Ausgleich zum 3:3. In den verbleibenden Sekunden drückte Wolfsburg weiter auf den Sieg, doch auch Union vergab noch eine Chance zum möglichen Siegtreffer. Das Ergebnis bleibt damit eine faire Punkteteilung, die beide Teams in ihren jeweiligen Saisonzielen bestätigt.



