UEFA lehnt Benficas Einspruch ab: Prestianni bleibt vor Champions-League-Rückspiel gesperrt
UEFA lehnt Benficas Einspruch ab: Prestianni gesperrt

UEFA bestätigt Sperre: Benfica-Profi Prestianni verpasst entscheidendes Champions-League-Spiel

Nur wenige Stunden vor dem hochkarätigen Champions-League-Rückspiel bei Real Madrid hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) eine klare Entscheidung getroffen. Der Einspruch von Benfica Lissabon gegen die vorläufige Sperre des argentinischen Profis Gianluca Prestianni wurde am Dienstagabend endgültig zurückgewiesen. Damit steht fest: Der 20-jährige Offensivspieler darf beim Playoff-Rückspiel am heutigen Abend (21.00 Uhr/DAZN) im Madrider Santiago Bernabéu-Stadion nicht auflaufen.

Rassismus-Vorwürfe überschatten das Duell der Top-Clubs

Die Sperre resultiert aus schwerwiegenden Rassismus-Vorwürfen, die seit dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams am vergangenen Dienstag in Lissabon im Raum stehen. Konkret erheben die beiden Real-Madrid-Stars Vinícius Júnior und Kylian Mbappé die Anschuldigung, Prestianni habe den brasilianischen Stürmer Vinícius Júnior nach dessen Tor zum 1:0-Sieg und dem anschließenden Jubel als „Affe“ beleidigt. Der Benfica-Spieler bestreitet diese Vorwürfe vehement. In der umstrittenen Szene war zu sehen, wie er sich demonstrativ das Trikot vor den Mund zog.

Die UEFA stellte in ihrer offiziellen Stellungnahme unmissverständlich klar, dass die vorläufige Sperre unabhängig von eventuellen späteren Entscheidungen der UEFA-Disziplinarorgane gilt. Diese werden erst nach Abschluss der noch laufenden umfassenden Untersuchung getroffen. Als unmittelbaren Grund für die sofortige Maßnahme nannte der Kontinentalverband einen dem ersten Anschein nach vorliegenden Verstoß gegen Artikel 14 der UEFA-Disziplinarordnung. Dieser Artikel regelt explizit das Verbot von diskriminierendem Verhalten auf und neben dem Platz.

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Disziplinarverfahren läuft parallel zur sportlichen Entscheidung

Die UEFA betonte, dass die vorläufige Sperre eine vorsorgliche Maßnahme darstellt, um den laufenden Ermittlungen nicht vorzugreifen. Gleichzeitig unterstrich der Verband die Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglichen Formen der Diskriminierung im europäischen Fußball. Für Benfica Lissabon bedeutet die Entscheidung einen herben sportlichen Rückschlag, da Prestianni als wichtiger Offensivspieler in der entscheidenden Phase der Champions League fehlen wird.

Das Disziplinarverfahren gegen den argentinischen Nationalspieler wird nun unabhängig von der heutigen Spielsperre fortgesetzt. Experten rechnen mit einer abschließenden Entscheidung innerhalb der kommenden Wochen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen Prestianni neben einer mehrspieligen Sperre auch erhebliche Geldstrafen. Der Fall hat bereits jetzt eine breite öffentliche Debatte über Rassismus im Profifußball ausgelöst und zeigt die wachsende Sensibilität der UEFA bei diesem Thema.

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