Tuchel nach historischer Niederlage Englands: "Nicht das Ende der Welt"
Tuchel nach Englands Pleite gegen Japan gelassen

Tuchel bleibt trotz historischer Pleite Englands gegen Japan gelassen

Nationaltrainer Thomas Tuchel hat nach der historischen Niederlage der englischen Fußballnationalmannschaft gegen Japan um Geduld und Realismus geworben. Die Three Lions verloren am Dienstag im WM-Vorbereitungsspiel im heimischen Wembley-Stadion mit 0:1 – es handelte sich dabei um die erste Niederlage Englands gegen eine asiatische Mannschaft überhaupt in der Länderspielgeschichte.

„Es tut weh, aber wir müssen in die richtige Perspektive rücken“

„Es tut auf jeden Fall weh. Es ist immer schmerzhaft zu verlieren, und eine Niederlage im eigenen Stadion tut besonders weh. Wir wurden für nicht besonders viel bestraft, lediglich für einen Konter in der ersten Halbzeit“, analysierte Tuchel nach dem Spiel. Den entscheidenden Treffer erzielte Kaoru Mitoma in der 23. Minute nach einem blitzsauberen Angriff der japanischen Mannschaft.

Der ehemalige Bayern-Trainer, der auf mehrere Stammspieler wie Harry Kane, Declan Rice und Bukayo Saka verzichten musste, hatte mit Phil Foden als falscher Neun und Cole Palmer, Morgan Rogers sowie Anthony Gordon im offensiven Mittelfeld experimentiert. Doch gegen das disziplinierte und aggressive Pressing der Japaner entwickelten die Engländer kaum gefährliche Torchancen.

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Zweiter enttäuschender Auftritt vor der Weltmeisterschaft

Nach dem bereits enttäuschenden 1:1 gegen Uruguay am vergangenen Freitag markierte das Spiel gegen Japan den zweiten wenig überzeugenden Auftritt der Three Lions kurz vor Beginn der im Juni startenden Weltmeisterschaft. Tuchel betonte jedoch die Notwendigkeit solcher Testspiele: „Wir müssen das in die richtige Perspektive rücken, es ist nicht das Ende der Welt. Wir brauchen genau diese Spiele, wir wissen, dass Japan ein schwerer Gegner ist, und wir hatten mehrere wichtige Spieler nicht zur Verfügung.“

Der Trainer verwies auf die zahlreichen Experimente und personellen Veränderungen: „Wieder eine neue Formation, wir haben viel ausprobiert, und jetzt müssen wir daraus lernen. Das ist der Sinn solcher Vorbereitungsspiele.“

Personelle Probleme und die Abhängigkeit von Harry Kane

Insgesamt acht Spieler hatten das Teamquartier vor dem Spiel verlassen müssen, fünf davon verletzungsbedingt – darunter neben Saka und Rice auch Noni Madueke. Tuchel hatte die Ausfälle bereits am Montag mit der hohen Belastung durch die laufende Saison erklärt und betont, er sei „nicht wütend auf die Spieler“.

Die Bedeutung von Kapitän Harry Kane, der wegen einer leichten Verletzung geschont wurde, stellte Tuchel nicht in Frage. Auf die Frage, ob sein Team zu sehr von dem Angreifer abhängig sei, reagierte der Trainer leicht genervt: „Warum sollte Argentinien nicht auf Lionel Messi setzen oder Portugal nicht auf Cristiano Ronaldo? Das ist völlig normal im Fußball. Wichtige Schlüsselspieler haben bei uns das Trainingscamp verlassen müssen, und das hat man heute ein Stück weit gesehen. Uns hat einfach der nötige Punch gefehlt.“

Tuchel bleibt trotz der Rückschläge optimistisch für die anstehende Weltmeisterschaft und vertraut auf die Lernfähigkeit seines Teams in den verbleibenden Vorbereitungswochen.

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