Heidenheim-Trainer Frank Schmidt lobt Eren Dinkçis vorbildlichen Umgang mit schwerer Diagnose
Der Umgang von Eren Dinkçi mit der Krebsdiagnose seiner Freundin hat seinen Trainer beim 1. FC Heidenheim tief beeindruckt. Frank Schmidt äußerte sich vor dem Bundesliga-Spiel des Tabellenletzten beim SC Freiburg am Sonntag ausführlich über die emotionale Situation seines Schützlings.
Schock und beeindruckende Reaktion
„Im ersten Moment ist das natürlich ein Schock und das braucht auch eine gewisse Zeit, um das zu verstehen“, sagte Schmidt. „Was mir dann aber imponiert hat, ist, wie sie damit umgegangen sind.“ Der Trainer betonte besonders die konstruktive Haltung des Spielers und seiner Partnerin: „Nämlich nicht irgendwie zu negativ, sondern: Was müssen wir jetzt tun, damit es besser wird, dass wir eine Chance haben?“
Schmidt zeigte sich von der öffentlichen Kommunikation des Paares beeindruckt: „Ich finde, das war vorbildlich, auch wenn man die Interviews liest - extrem menschlich und klar.“ Die Ärzte hatten bei der Partnerin des Profis Ende Januar Blutkrebs festgestellt, wobei Leukämie die häufigste Form darstellt.
Unterstützung in jeder Lebenslage
Der Heidenheim-Trainer machte deutlich, dass die Unterstützung für Dinkçi unabhängig von dessen sportlicher Situation gewährleistet ist: „Wenn Eren Hilfe braucht, dann kriegt er sie - unabhängig davon, wie seine sportliche Situation ist.“ Dinkçi, der noch bis Saisonende von Freiburg an Heidenheim ausgeliehen ist, habe seine Prioritäten klar gesetzt.
„Er hat nicht viel gefehlt, aber er hat jede freie Minute genutzt, um der Familie zu helfen“, berichtete Schmidt über das Engagement seines Spielers. Diese Haltung unterstreiche den charakterlichen Wert des Profis jenseits des sportlichen Geschehens.
DKMS-Aktion in Freiburg
Passend zum Aufeinandertreffen der beiden Vereine findet in Freiburg eine DKMS-Registrierungsaktion statt. Diese Initiative gewinnt vor dem Hintergrund von Dinkçis persönlicher Situation zusätzliche Bedeutung und zeigt, wie persönliche Schicksalsschläge auch zu gesellschaftlichem Engagement führen können.
Die öffentliche Thematisierung solch persönlicher Herausforderungen durch Profisportler wie Dinkçi trägt zur Entstigmatisierung von Krebserkrankungen bei und zeigt, dass auch im Hochleistungssport menschliche Werte und Solidarität einen zentralen Stellenwert einnehmen.



