Zukunft von Tarnat beim FC Erzgebirge Aue steht auf der Kippe
Die Zukunft von Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat beim abstiegsbedrohten Fußball-Drittligisten FC Erzgebirge Aue ist nach nur drei Monaten Amtszeit ungewiss. Der Club informierte nach einer Mitgliederversammlung des Förderkreises mit einem überraschenden Statement auf seiner Homepage über die sportliche Führung.
Entscheidung am 1. April 2026
„Ab dem 1. April 2026 wird feststehen, wer die Verantwortung für die Kaderplanung trägt und eine konkurrenzfähige Mannschaft für die neue Saison aufstellt“, teilte der Verein mit. Tarnat, der bei der Mitgliederversammlung anwesend war, wurde erst am 1. Januar in Aue eingestellt. Der ehemalige Nationalspieler und Champions League-Sieger folgte auf Matthias Heidrich und ist eigentlich für das Sportliche verantwortlich.
Dabrowski bislang sieglos als Trainer
Tarnat verpflichtete Anfang Februar Christoph Dabrowski als neuen Trainer, nachdem Jens Härtel gehen musste. Doch der 47 Jahre alte Dabrowski ist bislang sieglos und kassierte sechs Niederlagen in acht Spielen. Acht Spiele vor Saisonschluss haben die Auer neun Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Der Gang in die Regionalliga ist kaum noch abzuwenden.
Etatziel und wirtschaftliche Planung
Präsident Thomas Schlesinger ordnete das Etatziel von bis zu zehn Millionen Euro ein. Eine Etatkürzung von über drei Millionen Euro ist bereits eingeplant. Dabei gehe es insgesamt nicht nur um die Profis. „Uns ist neben der Etatplanung der ersten Mannschaft wichtig, möglichst die grundlegenden Strukturen des Vereins weitgehend aufrechtzuerhalten“, sagte Schlesinger.
Dazu zählen 50 bis 60 Arbeitsplätze neben der Profimannschaft, die Geschäftsstelle ebenso wie das Nachwlungsleistungszentrum und die Stadionbrigade für die komplette Bewirtschaftung der Stadion-Infrastruktur. Dazu kommen noch 13 weitere Abteilungen wie die Ringer und die Schwimmer, „die auch in Zukunft den Verein als Faustpfand und Fundament benötigen“.
Zudem heißt es weiter, „die Planung ist ein fortlaufender Prozess, bei dem wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und sportliche Ambitionen kontinuierlich miteinander abgeglichen werden. Beides hängt untrennbar zusammen und beides entscheidet über die Entwicklung des Vereins in den kommenden Jahren“.



