Sensation im Halbfinale: SV Pastow besiegt Anker Wismar 5:3
SV Pastow dreht 0:3-Rückstand und steht im Pokalfinale

Wahnsinn im Bornkoppelweg: Der Verbandsligist SV Pastow hat sich zum zweiten Mal in Folge für das Finale des Fußball-Landespokals von Mecklenburg-Vorpommern qualifiziert. Wie im Vorjahr trifft die Mannschaft dort auf den Drittligisten Hansa Rostock. Im Halbfinale gegen den favorisierten Oberligisten FC Anker Wismar legten die Rand-Rostocker eine überragende Aufholjagd hin. Nach einem 0:3-Rückstand drehte Pastow auf und gewann vor 741 Zuschauern im heimischen Bornkoppelweg noch mit 5:3 nach Verlängerung. Ex-Hansaprofi Guido Kocer war mit drei Treffern der Mann des Abends.

Trainer Kaminski sprachlos über Moral der Mannschaft

„Ich habe immer noch keine Worte. Das, was passiert ist, passiert wahrscheinlich nur einmal im Fußballer-Leben. Ich kann es nicht wirklich erklären. Nach dem 0:3 waren wir eigentlich mausetot. Doch die Jungs haben an sich geglaubt und nie aufgegeben. Wir haben Herz bewiesen. Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke“, sagte Pastows Trainer Christopher Kaminski, der das Team erst vor wenigen Wochen vorzeitig von Heiner Bittorf übernommen hatte. Über eine Stunde lang wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht. Wenige Sekunden vor der Pause brachte Ex-Hansaprofi und Publikumsliebling Pascal Breier den Oberligisten in Führung (44.). Mit einem Doppelschlag stellte Luis Billep – im Nachwuchs des FC Hansa ausgebildet – auf 3:0 (56., 58.). Die Sache schien klar zu sein.

Aufholjagd beginnt mit Fürstenau und Romashkin

Doch Pastow zeigte eine unglaubliche Moral. Tim Fürstenau sorgte für das 1:3 (67.), der eingewechselte Albert Romashkin machte nach einer schönen Einzelaktion das 2:3 (72.). Anschließend schlug die Stunde von Guido Kocer. Der ehemalige Hansa-Profi traf per Kopf zum 3:3 und schickte die Partie in die Verlängerung. „Was wir spätestens nach dem 1:3 abgeliefert haben, war eine absolute Meisterleistung. Aber auch, was der Verein rund um dieses Spiel geleistet hat, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Es war alles angerichtet und die Mannschaft hat das Ganze mit ihrer Leistung zu einem Tollhaus gemacht“, so Kaminski.

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Kocer krönt Energieleistung mit zwei weiteren Treffern

Anker Wismar war jetzt von der Rolle. In der Verlängerung nutzte Pastow den psychologischen Vorteil. Guido Kocer traf zum 4:3 (94.) und machte mit dem 5:3 alles klar (104.), krönte die Energieleistung des Verbandsligisten. „Ich bin dankbar und stolz, das miterlebt zu haben. Das wird uns alle immer verbinden. Jetzt haben wir die Neuauflage des Finales der letzten Saison. Wenn man solch ein Spiel, wie dieses Halbfinale, so drehen kann, ist alles möglich. Und wenn man nicht daran glaubt, so ein Spiel zu gewinnen, ist man fehl am Platz“, blickt Christopher Kaminski bereits auf das Finale am 23. Mai im Greifswalder Volksstadion voraus.

Spielverlauf und Aufstellungen

Pastow: Zimmermann – Krötsching, Westendorf, Mönck, Fürstenau, Siegmund, Mietzelfeld (111. Mansour), Nehls (58. Bode), Synwoldt (70. Ehlert), Samuel Kammerer (70. Romashkin), Carlo Lange (58. Kocer). Wismar: Kurth – Birkholz (96. Hauer), Rode, Luis Billep (106. Mura), Meyer (32. Jahnke), Kodanek, Nico Billep (96. Wallenta), Jonas Hurtig (96. Martin), Breier, Schmitt, Evgeni Pataman. Tore: 0:1 Pascal Breier (44.), 0:2, 0:3 Luis Billep (56., 58.), 1:3 Fürstenau (67.), 2:3 Romashkin (72.), 3:3, 4:3, 5:3 Kocer (77., 94., 104.). Rot: Mansour (Pastow) wegen einer Tätlichkeit (120.).

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