Real-Coach Arbeloa entlädt Schiri-Wut nach Bayern-Pleite
Die Stimmung im Bernabéu war nach dem Abpfiff gedrückt. Der FC Bayern München hat Real Madrid im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League mit 2:1 besiegt und sich damit eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das Rückspiel am Mittwoch (15. April, 21 Uhr) verschafft. Während die Bayern-Spieler jubelten, entlud sich bei Real-Coach Álvaro Arbeloa (43) nach dem Spiel die Wut über zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen.
Zwei Schlüsselszenen sorgen für Aufregung
In der 36. Spielminute sorgte eine Szene für die erste Kontroverse. Aurélien Tchouaméni (26) brachte Michael Olise (24) zu Fall, worauf Schiedsrichter Michael Oliver (41) die Gelbe Karte zückte. Diese Entscheidung hat für Real Madrid schwerwiegende Konsequenzen: Tchouaméni ist für das Rückspiel in München gesperrt. „Wir haben verlässliche Alternativen“, betonte Arbeloa nach dem Spiel, fügte aber kritisch hinzu: „Es ist klar, dass es ein herber Verlust ist, wegen der Gelben Karte. Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter da gesehen hat.“
Die zweite Aufregerszene ereignete sich in der 70. Minute. Bayern-Verteidiger Jonathan Tah (30) traf Kylian Mbappé (27) mit der Sohle am Knöchel und sah dafür Gelb. Aus Sicht von Arbeloa hätte dieses Foul jedoch eine härtere Strafe verdient. „Genauso wenig verstehe ich, warum er das Foul an Mbappé nicht mit Rot bestraft hat“, erklärte der Real-Coach. „Manche Dinge sind einfach unverständlich. Aber es ist nun mal so, wie es ist, und damit fahren wir nach München.“
Arbeloa bleibt kämpferisch trotz Niederlage
Trotz der Enttäuschung über die Schiedsrichterleistung und die Niederlage gab sich Arbeloa nach dem Spiel kämpferisch. „Ich glaube, das ist eine Niederlage, die wir hätten vermeiden können, wenn wir etwas mehr Glück gehabt hätten“, analysierte der Trainer. „Wir haben zwei Fehler gemacht, die wir hätten vermeiden müssen, und gegen Mannschaften wie diese rächt sich so etwas teuer.“
Der Real-Coach zeigte sich überzeugt von der Stärke seiner Mannschaft: „Wenn es eine Mannschaft gibt, die in München gewinnen kann, dann ist es Real Madrid. Wir sind Real Madrid und wissen, wie schwer es ist, dort zu gewinnen, aber wir werden alles geben.“ Arbeloa machte auch taktische Gründe für die Niederlage aus: „Im Großen und Ganzen waren alle Gegentore auf Fehler zurückzuführen. Wenn man versucht, einen Angriff aufzubauen, muss man darauf vorbereitet sein, sofort Druck auszuüben, falls man den Ball verliert. Sonst passiert genau das, was uns passiert ist: Wir hatten nicht genug Spieler, um diese Fehler auszugleichen, was uns die beiden Gegentore gekostet hat.“
Die Bilder der umstrittenen Szenen gingen nach dem Spiel durch die Medien: Aurélien Tchouaméni beim Foul an Michael Olise, Jonathan Tah beim Einsteigen gegen Kylian Mbappé und Schiedsrichter Michael Oliver, der im Mittelpunkt der Kritik stand. Nun blickt Real Madrid dem Rückspiel in München entgegen, wo das Team trotz der personellen Ausfälle und der umstrittenen Entscheidungen alles geben will, um das Halbfinale der Champions League doch noch zu erreichen.



