Persönliche Tragödien überschatten sportliche Vorbereitung
Die Vorbereitung des 1. FC Heidenheim auf das Auswärtsspiel beim SC Freiburg wird von mehreren schwerwiegenden Schicksalsschlägen überschattet. Trainer Frank Schmidt muss sich nicht nur mit den sportlichen Herausforderungen der Bundesliga auseinandersetzen, sondern auch mit persönlichen Verlusten und medizinischen Notfällen in seinem Umfeld.
Eine Häufung tragischer Ereignisse
„Ja, es ist gerade ein bisschen viel, muss man ehrlich sagen“, gestand Schmidt am Freitag mit bewegter Stimme. Innerhalb kurzer Zeit trafen den Trainer und seinen Verein mehrere schwere Schicksalsschläge. Der plötzliche Tod von Roger Prinzen, der das Nachwuchsleistungszentrum in Heidenheim leitete, erschütterte die Vereinsfamilie zutiefst. Der ehemalige Bundesliga-Profi verstarb unerwartet im Alter von nur 57 Jahren.
Zudem trauert Schmidt um seinen ehemaligen Mitspieler Rainer Wirsching, mit dem er einst beim TSV Vestenbergsgreuth zusammenspielte. Wirsching hatte sich bei einem tragischen Fahrradunfall tödliche Verletzungen zugezogen. Ein weiterer schwerwiegender Fall betrifft die Freundin des aktuell an Freiburg ausgeliehenen Spielers Erin Dinkci, die an Leukämie erkrankt ist und dringend einen Stammzellenspender benötigt.
Sportliche Herausforderungen bleiben bestehen
Trotz der emotionalen Belastung muss sich Schmidt weiterhin auf die sportlichen Aufgaben konzentrieren. Sein Team steht als Tabellenletzter mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz vor einer äußerst schwierigen Mission. „Wie so oft ist es für uns eine Aufgabe, die es in sich hat und die man erstmal lösen muss“, erklärte der Trainer nüchtern.
Immerhin konnte Heidenheim in den vergangenen drei Spielen fünf Punkte erringen, darunter einen wichtigen 3:1-Sieg gegen Union Berlin. „Wir haben einen guten Weg eingeschlagen, was uns ermöglicht hat, die Spiele eng zu gestalten, offen zu gestalten und dann auch was mitzunehmen“, analysierte Schmidt die jüngste Entwicklung.
Respekt vor dem Gegner aus Freiburg
Mit Blick auf den kommenden Gegner zollte Schmidt dem SC Freiburg großen Respekt. „Chapeau, was der SC Freiburg da gerade auf die Beine stellt, schon seit Wochen, Monaten. Auch in der Saison kann man nur gratulieren bis hierhin. Da hat man viel richtig gemacht“, lobte der Heidenheimer Trainer ausführlich.
Besonders beeindruckt zeigte sich Schmidt vom Einzug der Breisgauer ins Halbfinale der Europa League. Dieser Erfolg habe „nochmal das bestätigt, was wir ohnehin schon von den Freiburgern wussten: Dass sie da sehr stabil sind, in ihrem Tun und Handeln.“ Das Spiel findet am Sonntag um 15:30 Uhr statt und wird bei DAZN übertragen.



