SC Freiburg: Wut als Turbo für den Saisonendspurt nach Last-Minute-Schock
SC Freiburg: Wut als Turbo nach Last-Minute-Schock

Braga - Der Frust sitzt tief beim SC Freiburg nach der Last-Minute-Niederlage im Europa-League-Hinspiel bei Sporting Braga (1:2). Abwehrchef Matthias Ginter wütete nach dem Abpfiff, Philipp Treu hätte am liebsten alles kurz und klein gehauen. Doch die Mannschaft will die negativen Emotionen nun als Antrieb für den Saisonendspurt nutzen.

Wut in Energie umwandeln

Trainer Julian Schuster nimmt nach dem bitteren Dämpfer in der Nachspielzeit eine Mischung aus Ärger, Fokus und Glaube wahr. Die Richtung ist klar: Wut in Energie umwandeln, den Blick nach vorn richten. Denn trotz der knappen Niederlage ist noch alles drin, so Schuster. Am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) geht es in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg um Punkte im Kampf um die erneute Europapokal-Teilnahme. Am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) folgt das Rückspiel gegen Braga.

Champions-League-Startplätze in Gefahr

Die Freiburger werden von guten Wünschen aus der Bundesliga begleitet. Nur mit einem Finaleinzug des SC in der Europa League und des FC Bayern in der Champions League lebt die Hoffnung auf weitere Startplätze in der Königsklasse. Nach den knappen Niederlagen der letzten deutschen Vertreter in den Halbfinal-Hinspielen ist der Rückstand auf Spanien im UEFA-Ranking gewachsen. Nur die Nationen auf den ersten beiden Plätzen erhalten einen zusätzlichen fünften Startplatz in der Champions League. Würde Freiburg die Europa League gewinnen, wären die Breisgauer als mögliches sechstes Team aus der Bundesliga in der nächsten Saison dabei.

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Saisonbilanz: Gut oder sehr gut?

Innerhalb weniger Tage entscheidet sich, ob die Saison des Sport-Clubs als gut oder sehr gut in die Vereinshistorie eingeht. Erst in der vergangenen Woche scheiterten die Breisgauer im Halbfinale des DFB-Pokals am VfB Stuttgart durch ein Gegentor in der Verlängerung. Eine Woche später droht der nächste K.o. Im Felsenstadion von Braga ärgerte sich Ginter so sehr, dass er eine Jacke durch die Luft schleuderte und nach dieser trat. Außenverteidiger Philipp Treu gab zu: Ich war nach dieser Aktion so sauer. Ich hätte am liebsten alles kurz und klein hauen können.

Zitterpartie im Endspurt

Die Freiburger hatten in der zweiten Halbzeit kaum etwas zugelassen und kassierten dennoch ein zweites Gegentor. Wir haben schon den Anspruch, das besser zu verteidigen, sagte Schuster. Pech sei nicht der Hauptgrund. Zumal sich die Freiburger auch bei Torhüter Noah Atubolu bedanken können, der in der ersten Halbzeit einen Strafstoß des früheren Bundesliga-Spielers Rodrigo Zalazar parierte. So lebt Freiburgs Traum vom Finale in Istanbul am 20. Mai weiter. Dort könnten sie auf Nottingham Forest oder Aston Villa treffen. Sollte es nichts mit dem Titelgewinn werden, kann in der Bundesliga im Duell mit Eintracht Frankfurt zumindest noch die Qualifikation für die Conference League gelingen. In jedem Fall droht im Endspurt eine Zitterpartie: in der Liga und in der Europa League.

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