Verrückter Sieg mit Nachgeschmack: RWE kämpft mit Falcaos Fitnessproblem
RWE-Sieg mit Falcao-Problem: Brasilianer kämpft mit Form

Dramatischer Dreier in letzter Sekunde: RWE siegt mit Elfmeter-Drama

Drei Elfmeter, eine Rote Karte und ein Siegtreffer in der Nachspielzeit – Rot-Weiß Erfurt hat sich in Greifswald einen wahrhaft verrückten 2:1-Sieg erkämpft. Der Regionalligist zeigte dabei Nervenstärke bis zur letzten Sekunde, doch im Schatten des Erfolgs brodelt bereits ein internes Problem.

Gerber setzt auf Jugend statt Erfahrung

Trainer Fabian Gerber überraschte bereits vor dem Anpfiff mit einer gewagten Personalentscheidung. Statt des winterlichen Neuzugangs Lucas Falcao brachte er den erst 19-jährigen Sejdo Durakov von Beginn an. „Es war eine bewusste Entscheidung“, erklärte Gerber später. Der junge Nordmazedonier absolvierte erst seinen zweiten Einsatz über volle 90 Minuten, doch er enttäuschte nicht.

Durakov erwies sich als Glücksgriff: In der entscheidenden Nachspielzeit holte der Youngster den Foulelfmeter heraus, den Hajrulla anschließend zum 2:1-Siegtreffer verwandelte. Mit jeder Minute spielte sich der Nachwuchsspieler mehr in den Fokus und setzt damit den etablierten Kräften spürbar unter Druck.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Falcaos holpriger Start in Thüringen

Während Durakov glänzte, schmorte Lucas Falcao ganze 60 Minuten auf der Ersatzbank. Der Brasilianer, der im Winter vom FC Rot-Weiß Erfurt verpflichtet worden war, kam erst in der zweiten Halbzeit zum Einsatz – und offenbarte dabei ein gravierendes Problem.

„In der Winterpause hat er wohl nicht viel Sport gemacht“, äußerte sich Trainer Gerber bereits in der Vorbereitung sichtlich enttäuscht. Falcao kam mit deutlichem Übergewicht an, das an vergangene Fälle wie Ailton beim SV Werder Bremen erinnert. Plötzlich hat auch der Thüringer Klub ein sogenanntes „Samba-Problem“.

Formkurve zeigt nach unten

Zwar hat der 26-jährige Stürmer inzwischen einige Kilos verloren, doch von seiner einstigen Drittliga-Form ist er noch weit entfernt. In der vergangenen Saison erzielte Falcao für Viktoria Berlin noch 15 Tore in 32 Spielen – eine Leistung, die in Erfurt dringend erwartet wird.

Beim 0:1 gegen Preußen Berlin wurde der Brasilianer zuletzt sogar ausgewechselt. Jetzt macht ihm nicht nur sein eigener Körper, sondern auch der aufstrebende Durakov Konkurrenz. Der Youngster wirbelte bereits gegen Zwickau die Abwehr des FSV schwindelig – genau das, was eigentlich von Falcao erwartet wird.

Zukunftsaussichten ungewiss

Die Situation stellt Trainer Gerber vor eine schwierige Entscheidung. Einerseits zeigt Durakov mit jedem Einsatz mehr Qualität und verdient sich weitere Chancen. Andererseits steht mit Falcao ein teurer Neuzugang unter Vertrag, der dringend in Form kommen muss.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, ob der Brasilianer seinen Fitnessrückstand aufholen kann oder ob der junge Durakov sich endgültig als Stammkraft etabliert. Für Rot-Weiß Erfurt geht es dabei nicht nur um sportliche, sondern auch um wirtschaftliche Aspekte der teuren Winterverpflichtung.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration