Österreichs Teamchef Ralf Rangnick war nach dem dramatischen 3:3-Unentschieden gegen Algerien fassungslos. „Ich habe im Moment keine Worte“, gestand der 67-Jährige im Interview mit MagentaTV. Die Partie am Samstagabend bot ein wahres Spektakel mit fünf Toren in der zweiten Halbzeit und einem Last-Minute-Ausgleich für die Österreicher.
Dramatischer Schlusspunkt rettet Österreich
Die Österreicher lagen nach 75 Minuten mit 1:3 zurück, ehe sie in der Schlussphase noch zweimal trafen. Der Ausgleich fiel in der dritten Minute der Nachspielzeit durch einen Kopfball von Abwehrchef David Alaba. „Das war pure Emotion. Die Mannschaft hat nie aufgegeben und wurde belohnt“, so Rangnick. Algerien hatte zuvor durch einen Doppelpack von Islam Slimani (52., 68.) und einen Treffer von Riyad Mahrez (74.) vorgelegt. Österreichs Treffer erzielten Marko Arnautović (38.), Marcel Sabitzer (82.) und eben Alaba (90.+3).
Rangnick: „Ein verrücktes Spiel“
Rangnick zeigte sich beeindruckt vom Kampfgeist seiner Mannschaft. „Es war ein verrücktes Spiel, in dem wir lange Zeit die Kontrolle verloren hatten. Aber die Moral ist enorm. Wir haben uns den Punkt verdient.“ Der Teamchef kritisierte jedoch die Defensivarbeit: „Wir haben zu einfache Gegentore bekommen. Das müssen wir abstellen, wenn wir bei der WM bestehen wollen.“
Österreich liegt nach dem Remis in der Gruppe F mit 10 Punkten hinter Algerien (12) auf Rang zwei. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich direkt für die Weltmeisterschaft 2026. „Wir haben noch ein schweres Auswärtsspiel in Algerien, aber alles ist möglich“, so Rangnick.
Sabitzer zeigt sich fassungslos
Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer, der mit einem Traumtor zum 2:3 den Anschluss herstellte, zeigte sich im TV-Interview „völlig fassungslos“ über den Spielverlauf. „Das war ein Wechselbad der Gefühle. Wir haben uns zu viele Fehler erlaubt, aber am Ende zeigt das Charakter.“ Sabitzer betonte: „Wir müssen aus diesem Spiel lernen. Die Fehler dürfen sich nicht wiederholen.“
Die Österreicher reisen nun nach dem Spieltag nach Hause, bevor sie in zwei Wochen auf die Färöer treffen. Rangnick will die positiven Aspekte mitnehmen: „Die Art und Weise, wie wir zurückgekommen sind, gibt mir Hoffnung. Aber wir müssen konstanter werden.“



