PSG-Sensation: Beraldo verblüfft als Sechser – auch gegen Bayern?
PSG-Sensation: Beraldo verblüfft als Sechser

Am Samstagabend stand in Frankreich auf einmal ein Akteur im Mittelpunkt, den kaum jemand auf dem Zettel hatte. Paris Saint-Germain gewann bei Angers SCO souverän mit 3:0 und festigte seine Spitzenposition in der Ligue 1. Doch das Ergebnis geriet fast zur Nebensache.

Beraldo als Sechser: Eine überraschende Entdeckung

Im Fokus stand Lucas Beraldo. Der etatmäßige Innenverteidiger lief erneut als alleinige Sechs auf – und lieferte seine bislang eindrucksvollste Vorstellung im Pariser Trikot. Beim Treffer von Senny Mayulu servierte der Brasilianer einen perfekt getimten Steilpass (39.), ehe er selbst per Kopf zum 3:0-Endstand traf (52.). Zuvor hatte bereits Lee Kang-in früh für die Führung gesorgt (7.).

Vier Einsätze in Serie vertraute Trainer Luis Enrique dem 22-Jährigen auf der ungewohnten Position – eine Maßnahme, geboren auch aus personellen Engpässen. Und Beraldo zahlt das Vertrauen mit Präsenz, Spielintelligenz und bemerkenswerter Ruhe unter Druck zurück.

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Enrique schwärmt von Beraldo

„Er ist der Mann des Spiels. Er hat alles richtig gemacht“, adelte der Coach seinen Schützling nach Abpfiff. Besonders hob Enrique Beraldos Fähigkeit hervor, mit ein oder zwei Kontakten jede Aktion zu verbessern. Für einen gelernten Abwehrspieler sei das außergewöhnlich.

Der Trainer erklärte zudem, warum er von seiner üblichen Linie abwich: Normalerweise ziehe er es vor, einen offensiveren Akteur zurückzuziehen. Bei Beraldo jedoch habe die technische Qualität den Ausschlag gegeben. Nicht zufällig ließ Enrique den Vergleich mit Sergio Busquets fallen.

Auch der Spieler selbst zeigte sich zufrieden. „Mein bestes Spiel für Paris? Vielleicht“, sagte Beraldo und betonte, wie viel Vertrauen ihm Trainer und Mitspieler auf der Sechserposition geben. Die Rolle verschaffe ihm mehr Freiheit und Rotationen im Aufbau.

Option für die großen Abende wie gegen Bayern?

Defensiv arbeitete Beraldo derweil aufmerksam, schob klug nach und antizipierte mehrere Angriffe der Hausherren. Paris kontrollierte die Partie insgesamt souverän und baute seine starke Auswärtsbilanz weiter aus.

Die entscheidende Frage bleibt jedoch: Reicht dieses Niveau auch für die Königsklasse? Bereits am Dienstag wartet im Halbfinale der Champions League der FC Bayern (ab 21 Uhr im LIVETICKER). Auf nationaler Bühne hat Beraldo eindrucksvoll geliefert – und eine Debatte eröffnet, die vor wenigen Wochen noch undenkbar schien.

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