Die Entscheidung des Schiedsrichters im Champions-League-Halbfinale zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München sorgt für hitzige Debatten. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gab es einen Handelfmeter für PSG, der das zwischenzeitliche 3:2 für die Pariser einleitete. Während die Münchner heftig protestierten, verteidigte Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner die Entscheidung.
Wagner: „Korrekte Entscheidung“
„Der linke Arm geht raus und vergrößert die Abwehrfläche. Aus meiner Sicht ist es durchaus ein strafbares Handspiel, weil die Körperfläche verbreitert wird. Nach diesen Bildern eine korrekte Entscheidung“, erklärte Wagner bei Prime Video. Schiedsrichter Sandro Schärer hatte zunächst auf Weiterspielen entschieden, nachdem Alphonso Davies den Ball im Strafraum abwehrte. Erst nach einem Videostudium zeigte der Schweizer auf den Elfmeterpunkt. Ousmane Dembélé verwandelte sicher.
Die Szene im Detail
Davies bekam eine Flanke von Dembélé zunächst an die Hüfte, von dort sprang der Ball an seine Hand. Die vorherige Hüftberührung spiele laut Wagner jedoch „keine Rolle“. Die Experten bei Prime Video waren anderer Meinung. Christoph Kramer kritisierte: „Es ist wieder die Super-Slomo, das ist das Schlimmste im Fußball, da sieht alles viel schlimmer aus.“ Auch Mats Hummels fand: „Nach dem Treffer fliegt die Hand so weg, dadurch sieht es schlimmer aus. Der Ball prallt von der Hüfte ab, ich dachte immer, dass es da keinen Elfmeter geben soll.“
Die Diskussion um die Elfmeterentscheidung wird die Fußballwelt noch länger beschäftigen, denn sie zeigt einmal mehr die Schwierigkeiten bei der Auslegung der Handspielregel. Während die einen die Vergrößerung der Körperfläche betonen, sehen andere die natürliche Bewegung des Arms als entschuldigend an. Fest steht: Der Videobeweis hat in dieser Szene eine klare Entscheidung herbeigeführt, die jedoch nicht alle überzeugt.



