Babett Peter sieht Millionentransfers als Zukunft des Frauenfußballs
Die Sportdirektorin von Eintracht Frankfurt, Babett Peter, ist überzeugt, dass sich die Transfersummen im Frauenfußball in den kommenden Jahren rasant entwickeln werden. Die frühere Welt- und Europameisterin äußerte sich zu den steigenden Ablösebeträgen und prognostizierte eine Normalisierung von Millionentransfers.
Professioneller Sport erfordert hohe Investitionen
"Das wird auf jeden Fall in die Richtung gehen", sagte Peter auf die Frage nach regelmäßigen Millionentransfers. Sie betonte, dass Professionalität im Sport auch finanzielle Investitionen umfasse. "Man möchte professioneller sein, und das gehört zum professionellen Sport dazu. Deswegen werden wir das in den nächsten Monaten oder Jahren häufiger sehen."
Seit dem historischen Transfer von Naomi Girma zum FC Chelsea im Januar 2025, bei dem erstmals über eine Million Euro für eine Spielerin gezahlt wurde, wurde diese Marke bereits fünfmal übertroffen. Den aktuellen Rekord hält die Französin Grace Geyoro, die für 1,65 Millionen Euro von Paris Saint-Germain zu den London City Lionesses wechselte.
Eintracht Frankfurt könnte zu den Großzahlern gehören
Peter schloss nicht aus, dass auch Eintracht Frankfurt in Zukunft zu den Vereinen zählen könnte, die hohe Ablösesummen zahlen. "Es gibt viele Faktoren, die man abwägen muss, aber für uns steht der sportliche Erfolg an erster Stelle", erklärte die 37-Jährige. Sie fügte hinzu: "Aber davor wird man sich nicht verstecken können."
Ihrer Einschätzung nach werden Millionentransfers in den nächsten Jahren "Gang und Gäbe sein". Sie ist sich sicher, dass die Rekordsummen im Millionenbereich fast monatlich erreicht werden könnten. "Das ist normal in dem Geschäft", so Peter.
Wunsch nach starker europäischer Konkurrenz
Peter hofft insbesondere, dass die anderen europäischen Topligen nicht den Anschluss zur englischen Women's Super League verlieren. "Für das Produkt Frauenfußball wünsche ich mir, dass jede Liga stark ist", sagte die Weltmeisterin von 2007. Sie räumte ein, dass England derzeit "gefühlt eine Meile voraus" sei, zumindest was die Topteams betreffe.
Diese Entwicklung sieht sie jedoch nicht als Bedrohung, sondern als Orientierungspunkt. "Dies ist etwas, woran wir uns als Liga orientieren können", betonte die Sportdirektorin. Sie ist optimistisch, dass der Frauenfußball insgesamt von der wachsenden Professionalisierung und den steigenden Investitionen profitieren wird.



