Ole Werner äußert sich nach Rauswurf bei RB Leipzig
Nach seiner Entlassung bei RB Leipzig hat sich Ole Werner (38) erstmals öffentlich geäußert. Der gebürtige Kieler, der noch im Malaysia-Urlaub von seiner Trennung erfuhr, veröffentlichte am Donnerstag einen emotionalen Beitrag auf LinkedIn. Darin richtet er sich direkt an Spieler, Mitarbeiter und Fans des Bundesligisten.
Dank an Spieler, Staff und Fans
„Wie ihr gestern erfahren habt, hat der Verein entschieden, mit einem neuen Trainer in die nächste Saison zu gehen. Das muss ich respektieren. Der Zeitpunkt dieser Entscheidung macht es leider unmöglich, mich von euch allen persönlich zu verabschieden. Ich hoffe, das noch einmal nachholen zu können!“ schreibt Werner. Er bedankt sich für ein Jahr, auf das er sehr positiv zurückblicke.
Werner hatte RB Leipzig nach einer schwachen Vorsaison mit Platz sieben übernommen und mit 20 Bundesliga-Siegen (Vereinsrekord) zurück in die Champions League geführt. „Vor einem Jahr sind wir mit dem klaren Auftrag angetreten, RB zurück ins internationale Geschäft zu führen, der Mannschaft ein neues Gesicht in Auftreten und Spielweise zu geben und dabei eine neue, für die Zukunft tragfähige Hierarchie in der Kabine zu bilden. Viele Veränderungen wurden vorgenommen“, erinnert er sich.
Er ergänzt: „Ein Jahr später können wir festhalten, dass wir es gemeinsam geschafft haben, diesen Auftrag zu erfüllen. Vieles von dem Erreichten fühlt sich heute selbstverständlich an. Vor einem Jahr gab es viele, die uns das nicht zugetraut hätten. Der Verein ist wieder auf Kurs!“
Besonderer Dank an Spieler und Manager Schäfer
Werner bedankt sich explizit bei seinen Spielern für ihren Einsatz, ihr Vertrauen und die gegenseitige Unterstützung. „Bei allen schweren Entscheidungen, die man als Trainer treffen muss, habt ihr immer auch die Mannschaft im Blick gehabt. Eure Professionalität und Leidenschaft haben uns auch durch schwierige Phasen getragen. Ihr seid im wahrsten Sinne ein Team! Ich habe jeden Moment mit euch genossen, es war mir eine Ehre!“
Auch seinem Trainerteam und Manager Marcel Schäfer (42) dankt Werner. „Ebenso möchte ich Marcel Schäfer und seinem Team in Leipzig für die vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit danken“, betont er. Schäfer hatte sich lange gegen die Trennung gewehrt, während Red-Bull-Sportboss Jürgen Klopp (59) bereits früher eine Ablösung forderte.
Positiver Blick in die Zukunft
Nach einem Dank an die Fans („Ihr wart unser 12. Mann und habt Leipzig zu einem Ort gemacht, an dem ich mich jederzeit willkommen gefühlt habe“) blickt Werner trotz seines Aus positiv nach vorne. „Nun wird für uns alle etwas Neues kommen. Für manche ist es sicherlich eine neue Chance. Denjenigen, bei denen diese Entscheidung Unsicherheit auslöst, möchte ich sagen, dass Veränderung in meinen Augen vor allem die Möglichkeit ist, etwas Neues zu lernen und als Persönlichkeit weiter zu wachsen. Nutzt diese Möglichkeit! Ich wünsche euch allen von Herzen nur das Beste und viel Erfolg! Danke für jeden Moment und auf Wiedersehen!“
Nachfolge: Martin Demichelis vor Verpflichtung
Während Werners Vertrag in Leipzig noch bis Sommer 2027 läuft, stehen die Verhandlungen mit Wunschkandidat Martin Demichelis (45) kurz vor dem Abschluss. Bereits am Mittwoch trafen Demichelis' Berater am Cottaweg ein. Sobald alle Details geklärt sind, soll die Ausstiegsklausel von drei Millionen Euro bei seinem bisherigen Verein Mallorca aktiviert werden.



