Die Schweizer Nationalmannschaft hat ihren WM-Traum am Leben erhalten. Dank eines überragenden Auftritts von Super-Joker Johan Manzambi (20) gelang ein 4:1-Erfolg gegen Bosnien. Der Freiburg-Stürmer traf nach seiner Einwechslung doppelt und avancierte zum Matchwinner.
Manzambi erlöst die Schweiz mit Volley-Knaller
Lange Zeit war das Spiel der Eidgenossen geprägt von Verunsicherung und einer toxischen Stimmung im Team. Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Katar zum Auftakt und internen Querelen um Kapitän Granit Xhaka (33) stand die Mannschaft unter Druck. Doch in den letzten 26 Minuten zeigte die Schweiz ihre Jetzt-erst-Recht-Mentalität.
Drei Minuten nach seiner Einwechslung nagelte Manzambi den Ball unter das bosnische Tor-Dach – ein absolutes Traumtor per Volley-Knaller zum 1:0 (74.). Nur wenig später legte er das 3:0 nach, nachdem der Ex-Augsburger Vargas zwischenzeitlich auf 2:0 erhöht hatte. Manzambi war nicht zu stoppen.
Xhaka per Elfer, Bosnien mit Rot
In der Nachspielzeit (95.+7) verwandelte Xhaka einen Elfmeter zum 4:1. Für Bosnien kam es noch dicker: Muharemovic (80.) foulte Embolo und sah die Rote Karte wegen Notbremse. Mahmic gelang immerhin noch der Ehrentreffer per Knaller. Kurios: Nach sechs Remis in Folge gab es nun die erste Pleite für Bosnien.
Schalke-Star Edin Dzeko und Stuttgarts Ermin Demirovic blieben blass und waren kaum sichtbar. Bosnien steht nun kurz vor dem Aus. Für die Schweiz ist die Tabellenkonstellation deutlich besser: Mit einem Sieg und einem Unentschieden sind sie nun so gut wie durch. Doch um im Turnier eine größere Rolle zu spielen, müssen sie noch zwei Schippen draufpacken.
Die Eidgenossen zeigten, dass sie kämpfen können. Doch die Leistung muss konstanter werden, sonst droht auch ihnen ein frühes Aus.



