Fünf Tore, eine Rote Karte: Die verrücktesten 20 Minuten der WM!
Johan Manzambi (20) feiert seinen 1:0-Führungstreffer gegen Bosnien mit Kumpel Breel Embolo (29). Lange war es Schweizer Käse – doch ein Bundesliga-Spieler rettet die Eidgenossen und lässt den WM-Traum unserer Nachbarn weiterleben. 4:1-Sieg gegen Bosnien, weil Freiburgs Johan Manzambi (20) einen Sahne-Tag erwischt. Erst nagelt er den Ball drei Minuten nach seiner Einwechslung unter das bosnische Tor-Dach – 1:0 (74.). Ein absolutes Traum-Tor. Dann setzt er noch einen drauf, knallt den Ball zum 3:0 ins Netz. Doppelpack! Was für ein Auftritt des Sturm-Talents. Damit zeigen die Schweizer nach dem Peinlich-Auftritt gegen Katar (1:1) zum Auftakt und jede Menge Zoff die erhoffte Reaktion.
Manzambi erlöst Schweiz mit Volley-Knaller!
Bereits vor dem Spiel knisterte es im Schweizer Lager. Der „Blick“ hatte berichtet, dass es Spieler innerhalb des Teams geben soll, die nach kritischen Ansagen von Schweiz-Kapitän Granit Xhaka (33/„Man kann viel reden. Jetzt müssen wir machen.“) verunsichert sind, sich nicht mehr wohlfühlen. Es wird sogar von einer toxischen Stimmung gesprochen. Die ganze Nation erwartete eine Jetzt-erst-Recht-Mentalität. Die kommt aber erst in den letzten 26 Minuten. Manzambi trifft doppelt, der Ex-Augsburger Vargas erhöht zwischendurch auf 2:0. Zwei Einwechselspieler retten die Schweiz. Xhaka trifft in der Nachspielzeit (90.+7) noch per Elfer zum 4:1. Für Bosnien kommt es noch richtig dicke: Muharemovic (80.) foult Embolo. Notbremse und Rot! Mahmic kann immerhin noch mit einem Knaller den Ehrentreffer machen. Kurios: Nach sechs Remis in Folge (bei dem 7. wäre es Europa-Rekord gewesen) gibt es jetzt die 1. Pleite. Da können auch Schalke-Star Edin Dzeko und Stuttgarts Ermin Demirovic nichts dran ändern. Beide hängen komplett in der Luft, sind eigentlich kaum sichtbar. Bosnien so gut wie raus. Für die Schweiz ist die Tabellenkonstellation dagegen nun deutlich besser. Mit einem Sieg und einem Unentschieden sind sie jetzt so gut wie durch. Wenn sie aber im Turnier noch eine größere Rolle spielen wollen, müssen sie aber nochmal zwei Schippen draufpacken. Sonst werden sich auch die Eidgenossen früh verabschieden und nach Hause fliegen.


