Nürnberg holt Unentschieden in Braunschweig – Pyro-Vorfälle kosten den Club viel Geld
Der 1. FC Nürnberg kehrte mit einem Punkt aus dem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig zurück. Das 1:1 (1:0) in der 2. Fußball-Bundesliga wurde jedoch von unerlaubten Pyrotechnik-Vorfällen überschattet, die für den Traditionsverein aus Nürnberg erhebliche finanzielle Konsequenzen haben werden.
Rabby Nzingoula erzielt Premierentreffer für den Club
Mittelfeldspieler Rabby Nzingoula sorgte in der 17. Spielminute für die verdiente Führung der Gäste. Nach einem Abspielfehler von Grant-Leon Ranos verwertete die Leihgabe von Racing Straßburg eine Vorlage von Mohamed Ali Zoma gekonnt und schoss den Ball unter die Latte. Es handelte sich um Nzingoulas erstes Tor für den 1. FC Nürnberg seit seinem Wechsel.
Trainer Miroslav Klose zeigte sich erfreut über die Leistung seines Spielers: "Ich freue mich sehr für 'Rabby', dass er sich endlich mal mit einem Tor belohnt hat. Beim Tor haben wir den zweiten Ball gewonnen, hatten eine gute Dynamik und einen guten ersten Kontakt bei der Ballmitnahme."
Pyrotechnik-Vorfälle führen zu Spielunterbrechung und hohen Strafen
Nach der Halbzeitpause wurde das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen, nachdem in der Nürnberger Kurve Feuerwerkskörper gezündet worden waren. Dichte Rauchschwaden hüllten Teile des Spielfelds ein, was zu erheblichen Sicherheitsbedenken führte. Solche Pyrotechnik-Vorfälle werden in der 2. Bundesliga streng geahndet und dürften den 1. FC Nürnberg einiges kosten.
Direkt nach der Spielunterbrechung gelang Eintracht Braunschweig scheinbar der Ausgleich durch einen Freistoß, doch dieser Treffer wurde nach Intervention des Videobeweises wegen einer Abseitsstellung von Jovan Mijatovic aberkannt. Etwas über eine Stunde nach Spielbeginn traf Mijatovic dann jedoch aus kurzer Distanz zum 1:1-Endstand vor 21.261 Zuschauern im Braunschweiger Stadion.
Jan Reichert rettet Punkt für Nürnberg
Torwart Jan Reichert bewies einmal mehr seine Qualitäten und rettete seiner Mannschaft den wichtigen Auswärtspunkt. Der Schlussmann parierte in der zweiten Halbzeit mehrere gefährliche Schüsse der Braunschweiger und stabilisierte so die Nürnberger Defensive.
Klose lobte seinen Torhüter nach dem Spiel: "Jan ist die ganze Saison über sehr stabil und entwickelt sich immer weiter. Du brauchst so einen Rückhalt, der immer positiv ist und die Jungs auch immer coacht. Darüber bin ich sehr glücklich."
Klose analysiert die Leistung seiner Mannschaft
Der Nürnberger Trainer zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht vollständig zufrieden: "Wir konnten läuferisch und spielerisch nicht das bringen, was wir gegen Lautern und Kiel gebracht haben. Aber Braunschweig steht mit dem Rücken zur Wand, deshalb investieren sie alles und darum ist es auch hier nicht einfach, hier zu spielen."
Mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen Dynamo Dresden am Samstag (13.00 Uhr) betonte Klose: "Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir von hinten heraus fast gar nicht mehr Fußball gespielt. Gegen Dresden sollten wir damit wieder anfangen."
Tabellensituation und Ausblick
Als Tabellenachter mit 37 Punkten hat der 1. FC Nürnberg aktuell einen beruhigenden Acht-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone der 2. Bundesliga. Kapitän Fabio Gruber gab die Richtung für die verbleibenden sechs Saisonspiele vor: "Wir schauen auf uns und bleiben bei uns. Wir gehen in jedes der restlichen sechs Spiele mit dem Ziel, es gewinnen zu wollen. Denn in uns steckt Potenzial und das wollen wir zeigen."
Die Pyrotechnik-Vorfälle in Braunschweig werden jedoch neben dem sportlichen Ergebnis auch administrative und finanzielle Folgen für den Verein haben. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ahndet solche Verstöße regelmäßig mit empfindlichen Geldstrafen, die die Vereinskasse belasten.



