NOFV-Vereine bevorzugen Kompass-Modell für Regionalliga-Reform
NOFV-Vereine für Kompass-Modell bei Regionalliga-Reform

In der Diskussion über die zukünftige Aufstiegsregelung und die Aufteilung der Fußball-Regionalligen zeichnet sich im Nordosten eine klare Tendenz ab: Die Vereine des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) favorisieren das sogenannte Kompass-Modell. Dies ging aus einem zweieinhalbstündigen Treffen der NOFV-Vereine in Peißen hervor.

Einigkeit zwischen Verband und Vereinen

Hermann Winkler, Präsident des NOFV, betonte die Geschlossenheit im Nordosten: „Wichtig war mir vor allem die Einigkeit zwischen Verband und Vereinen, dass wir weiter an der Verwirklichung des Grundsatzes 'Meister müssen aufsteigen' arbeiten.“ Bei der Informationsveranstaltung wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppe vorgestellt, die sowohl für Regionalligisten als auch für Dritt- und Oberligisten von Bedeutung sind.

Ablehnung des Regionen-Modells

Winkler machte deutlich, dass es eine klare Tendenz zur Ablehnung des Regionen-Modells gibt. „Die offenen Fragen zum Kompass-Modell müssen nun schnell durch alle Beteiligten gemeinsam mit dem DFB und den anderen Regionalliga-Trägern geklärt werden“, erklärte er. Dabei geht es unter anderem um Themen wie Sportgerichtsbarkeit, Schiedsrichteransetzungen sowie die Zulassungskriterien der Stadien.

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Am Montagabend waren in Peißen Vertreter von der 2. Bundesliga bis zur Oberliga anwesend, jedoch fand noch keine Abstimmung statt. Diese soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Die neue Struktur soll ab der Saison 2027/28 greifen.

Hintergrund der Reform

Eine 13-köpfige Arbeitsgruppe Regionalliga-Reform hatte sich Ende März einstimmig für eine viergleisige Regionalliga ausgesprochen, damit künftig alle Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen können. Dabei wurden zwei Lösungsvorschläge erarbeitet: das von vielen Clubs bevorzugte Kompass-Modell und das Regionen-Modell.

Kompass-Modell vs. Regionen-Modell

Beim Kompass-Modell würden die vier Staffeln in jeder Saison aus allen Regionalligisten im Grunde anhand der Entfernungen gebildet. Das Regionen-Modell hingegen sieht vor, aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Staffeln zu bilden, während die Regionalligen West und Südwest in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben. Die NOFV-Vereine tendieren klar zum Kompass-Modell, das eine flexiblere und fairere Einteilung verspricht.

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