NRW-Razzia: 2,5 Mio. Euro bei Hells Angels sichergestellt
NRW-Razzia: 2,5 Mio. Euro bei Hells Angels sichergestellt

Bei einer groß angelegten Razzia gegen die Hells Angels in Nordrhein-Westfalen haben die Ermittlungsbehörden nach Angaben von Innenminister Herbert Reul (CDU) Vermögenswerte in Höhe von bis zu 2,5 Millionen Euro sichergestellt. Zu den beschlagnahmten Gegenständen zählen Bargeld, Wertgegenstände, Waffen und zahlreiche Harley-Davidson-Motorräder. Die Aktion richtete sich gegen den Hells-Angels-Ableger in Leverkusen, der bereits vor der Razzia verboten worden war.

Hintergründe der Razzia

Laut Innenministerium wurde das Chapter in Leverkusen erst im Mai 2024 als sogenanntes Prospect Chapter gegründet, einer Vorstufe zur vollwertigen Ortsgruppe. Im Juni 2025 erfolgte dann der Ausbau zur vollwertigen Ortsgruppe. Die Behörden stellten fest, dass Mitglieder des Chapters wiederholt strafrechtlich in Erscheinung getreten waren. Insgesamt gibt es 44 Beschuldigte im Alter von 21 bis 59 Jahren, wie Reul mitteilte. Der Präsident des Leverkusener Chapters wurde festgenommen; gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor.

Sicherstellungen und Durchsuchungen

In der Werkstatt des festgenommenen Präsidenten in Langenfeld fanden die Einsatzkräfte zahlreiche Motorräder der Marke Harley-Davidson. Die Herkunft dieser Fahrzeuge wird derzeit geprüft. Zudem wurden Waffen sichergestellt und ein Bankschließfach in Lünen durchsucht. Reul betonte: „Erste Hinweise lassen auch auf einen profitorientierten Anbau von Betäubungsmitteln schließen.“

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Kampf gegen Organisierte Kriminalität

Der Innenminister stellte klar, dass Rockerclubs nichts mit „Motorradromantik“ zu tun hätten. Vielmehr gehe es um Organisierte Kriminalität, Drogenhandel, Waffen oder Schutzgelderpressung. „Wenn man da mitmacht, muss man damit rechnen, dass die Polizei morgens im Schlafzimmer steht – nicht als Gast, sondern mit einem Durchsuchungsbeschluss“, so Reul.

Bei der Razzia waren nach Angaben des Innenministeriums 1200 Beamte in 28 Städten im Einsatz. Mehr als 50 Objekte wurden durchsucht. Es handelt sich um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte des Bundeslandes. Auch Spezialeinsatzkräfte waren beteiligt.

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