Neururers vernichtendes Urteil: Preußen Münster als erster Absteiger gesichtet
Neururer sieht ersten Absteiger in Preußen Münster

Neururers vernichtendes Urteil nach Schalke-Debakel: Preußen Münster als erster Absteiger gesichtet

Über 62.200 Zuschauer erlebten in der rappelvollen Veltins-Arena ein denkwürdiges Zweitliga-Duell, bei dem Preußen Münster mit 1:4 beim Spitzenreiter Schalke 04 unterging. Die prächtige Kulisse kontrastierte schmerzhaft mit der jämmerlichen Leistung der „Adlerträger“, die sich als hoffnungslos überfordert präsentierten und lediglich als Spielball eines souveränen Gegners dienten.

„Ich habe den ersten Absteiger gesehen!“

Kult-Coach Peter Neururer, bekennender Königsblauer mit traditioneller Sympathie für Münster, fällte ein vernichtendes Urteil: „So lässt sich der Abstieg nicht verhindern“. Der 70-Jährige analysierte: „Da stand eine Mannschaft auf dem Platz, die vor Angst wie gelähmt schien. Ohne jegliche eigene Offensivgefahr. In der ersten Hälfte haben die Preußen praktisch mit 9 gegen 11 gespielt, weil Oliver Batista-Meier und Etienne Amenyido komplett in der Luft hingen.“

Die Statistiken untermauerten Neururers Einschätzung: Allein bis zur Pause verzeichnete Schalke 12:0 Torschüsse. „Münster war mit Abstand die schlechteste Mannschaft, die sich in dieser Saison in der Arena präsentiert hat“, so der erfahrene Trainer, der 614 Profi-Spiele als Cheftrainer absolvierte.

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Fehlende Führung und strukturelle Probleme

Neururer kritisierte besonders das fehlende Führungsverhalten auf dem Platz: „Ich habe keinen Anführer gesehen. Niemand, der voranging oder wenigstens versuchte, für Ordnung und Struktur zu sorgen. Der Abstand zur Angriffsreihe betrug meistens 30 Meter oder mehr.“

Die Probleme seien tiefgreifend: Trotz klarer Anweisungen von Neu-Trainer Alois Schwartz, den Ball schnell nach vorne zu schlagen, vertändelte die Defensive vor dem 0:1. In Umschaltmomenten steckte noch zu viel vom alten Rauten-System von Vorgänger Alexander Ende in den Köpfen der Spieler, die frei postierte Außenspieler übersahen und erfolglos durch die Mitte kombinierten.

Hoffnungsschimmer und Fan-Lob

Trotz der deutlichen Kritik hat Neururer die Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht vollständig aufgegeben. Er erinnerte an die Hinrundenbegegnung, als Münster Schalke trotz über 30-minütiger Unterzahl ein 0:0 abrang. „Ihr größtes Problem ist vermutlich, dass sie viel zu lange einer Spielidee hinterhergejagt sind, die sich nicht umsetzen ließ“, analysierte er.

Besonderes Lob spendete Neururer den Preußen-Anhängern: „Ihr Support ist extraklasse. Selbst beim 0:4 ihr Team noch mit so viel Begeisterung zu unterstützen, ist Gold wert. Allein für sie würde es mich riesig freuen, wenn Preußen die Klasse hält.“

Entscheidendes Derby und Verletzungsupdate

Für den Klassenerhalt ist am nächsten Samstag im heimischen LVM-Stadion ein Sieg im Derby gegen Erzrivalen Arminia Bielefeld zwingend notwendig. Ein Scheitern könnte nicht nur drei Punkte, sondern langfristig auch die bedingungslose Treue der Fans kosten.

Positiv vermeldete der Verein, dass Mittelfeldkämpfer Rico Preißinger sich beim Schalke-Spiel lediglich ein Gelenk ausgekugelt und nichts gebrochen hat. Der 29-Jährige erhält eine Schiene und kann bereits am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Alois Schwartz steht vor der Herkulesaufgabe, den Turnaround zu schaffen, wo es fast zu spät ist. Neururer drückt die Daumen – doch die Zeit wird knapp für die „Schwarz-Weiß-Grünen“.

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