Nagelsmann klärt WM-Status von Sané, Goretzka und Nmecha vor Ghana-Test
Nagelsmann zu WM-Status von Sané, Goretzka und Nmecha

Nagelsmann gibt vor Ghana-Test klare WM-Aussagen zu Schlüsselspielern

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat vor dem wichtigen WM-Testspiel gegen Ghana am Abend in Stuttgart (20.45 Uhr/ARD) noch einmal deutliche Worte zu mehreren Schlüsselspielern des DFB-Teams gefunden. Besonders die kontrovers diskutierte Situation um Flügelstürmer Leroy Sané, die veränderte Rolle von Leon Goretzka und die Verletzungssorgen um Felix Nmecha standen im Mittelpunkt der Pressekonferenz.

Klare Rollenverteilung zwei Monate vor WM-Start

Am 12. Mai wird Nagelsmann endgültig den Kader für die WM-Endrunde im Sommer nominieren. Doch bereits jetzt hat der Bundestrainer mit allen Spielern im aktuellen DFB-Aufgebot konkrete Rollenprofile nicht nur für diesen Lehrgang, sondern für das gesamte Turnier besprochen. „Jeder Spieler weiß exakt, woran er ist, ob der WM-Platz sicher ist oder nicht so sicher ist“, erklärte Nagelsmann nachdrücklich.

Der 36-jährige Trainer betonte die Bedeutung dieser Transparenz: „Es würde sehr viel mit meiner Glaubwürdigkeit gegenüber dem Spieler machen und auch der Sinnhaftigkeit eines Rollengesprächs, wenn ich dann alles umwerfe.“ Für Nagelsmann ist entscheidend, dass zwei Monate vor der Weltmeisterschaft jeder Akteur seine Position und Erwartungen genau kennt.

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Sané unter besonderer Beobachtung

Der 30-jährige Leroy Sané bleibt auf dem rechten Flügel die Erstbesetzung in den Planungen des Bundestrainers. Allerdings erwartet Nagelsmann beim Spiel gegen Ghana eine deutliche Steigerung gegenüber der durchwachsenen Leistung beim 4:3 in der Schweiz. „Das Spiel gegen die Slowakei ist immer die Benchmark für Leroy, er muss das immer erreichen“, verwies der Trainer auf das 6:0 im letzten WM-Qualifikationsspiel, als der Galatasaray-Profi doppelt traf.

Nagelsmann analysierte nüchtern: „Das Spiel in der Schweiz war in Ordnung, nicht richtig gut, nicht unfassbar schlecht.“ Die Argumentation für Sané bleibt jedoch klar: „Die Argumente sind, dass wir Eins-gegen-eins-Spieler brauchen. Allzu viele Spieler, die vom rechten Flügel auch mal ein Eins gegen Eins gewinnen, haben wir nicht.“ Dennoch muss der Offensivspieler aufpassen, dass ihm Bayern-Youngster Lennart Karl nicht noch bis zum Turnierstart den Rang abläuft.

Goretzka mit veränderter Perspektive

Für die Heim-EM 2024 strich Nagelsmann den Bayern-Profi Leon Goretzka noch aus dem Kader. Für die anstehende WM in Amerika ist der 31-Jährige nun jedoch gesetzt. Diese scheinbare Widersprüchlichkeit erklärte der Bundestrainer mit der veränderten Ausgangslage: „2024 konnte Leon mit deutlich weniger Spielzeit rechnen als jetzt“, so Nagelsmann mit Verweis auf Toni Kroos und Ilkay Gündogan, die damals im Mittelfeld die unumstrittenen Platzhirsche waren.

„Damals haben wir die Rolle als Backup nicht als ideal angesehen“, erläuterte der Trainer die damalige Entscheidung. Die aktuelle Situation bewertet er anders: „Leon hat jetzt Chance auf mehr Spielzeit. Und er hat Entwicklungsschritte getan, auch seine Rolle bei Bayern München anzunehmen, wie sie ist.“ Allerdings bedeute Goretzkas aktueller Status nicht automatisch einen Stammplatz: „Dass er bei der WM garantiert Stammspieler sein wird, ist damit nicht gesagt.“

Sorgen um verletzten Nmecha

Besondere Sorge bereitet dem Bundestrainer die aktuelle Außenbandverletzung von Felix Nmecha am Knie. Der 25-jährige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund spielte in Nagelsmanns Planungen eine wichtige WM-Rolle, doch nun steht seine Teilnahme in Frage.

„Es ist eine Verletzung, die nicht ohne ist, die eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, um zu heilen“, beschrieb Nagelsmann die Situation. „Es besteht zweifelsfrei die Gefahr, dass er die WM nicht spielen kann. Es wäre schon ein extremer Verlust für uns, wenn er das nicht tun könnte.“

Dennoch gibt es Hoffnung: „Er ist optimistisch, ich auch, die Ärzte auch.“ Gleichzeitig betonte der pragmatische Trainer: „Aber du musst in allen Wenn-dann-Szenarien planen.“ Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Nmecha rechtzeitig fit wird und seine wichtige Rolle im deutschen Mittelfeld übernehmen kann.

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