Nagelsmann: Kein Maulkorb für WM-Spieler, aber politische Fragen an DFB-Funktionäre
Nagelsmann: Kein Maulkorb für WM-Spieler

Nagelsmann setzt auf offene Kommunikation bei der WM – mit klarer Aufgabenteilung

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat klargestellt, dass er seinen Spielern bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada keine Meinungsäußerungen verbieten wird. In einem ausführlichen Interview bei MagentaTV betonte der 38-jährige Trainer: „Keiner unserer Spieler bekommt einen Maulkorb. Sie dürfen sich äußern, wenn sie das möchten.“ Gleichzeitig wies Nagelsmann jedoch darauf hin, dass das Hauptziel der Nationalmannschaft die sportliche Konzentration bleibt.

Lektionen aus Katar: Politische Fragen sollen an DFB-Funktionäre delegiert werden

Die Erfahrungen der WM 2022 in Katar, wo Diskussionen um Menschenrechte und die „One-Love“-Binde die Mannschaft erheblich beeinflussten, haben Nagelsmann zu einer strategischen Anpassung bewogen. Er bat ausdrücklich darum, gesellschaftliche und politische Fragen während des Turniers an DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler oder Geschäftsführer Andreas Rettig zu richten. „Es ist eine große Bitte von uns, diese politischen Fragen auch an die drei zu stellen“, erklärte Nagelsmann, um eine Vermischung von Sport und Politik zu vermeiden.

Der Bundestrainer begründete diesen Schritt mit der Notwendigkeit, „zu viele Vermischungen und Ungereimtheiten“ zu verhindern. Er betonte, dass das Team genug damit beschäftigt sei, sich auf gute Spiele vorzubereiten und sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Diese klare Trennung soll dazu beitragen, dass die Spieler sich voll und ganz auf ihre athletischen Aufgaben konzentrieren können, ohne von externen Debatten abgelenkt zu werden.

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Fokus auf sportliche Leistung als oberstes Gebot

Nagelsmann unterstrich, dass die Priorität eindeutig auf dem sportlichen Erfolg liegt. „Wir wollen uns im Mannschaftsverbund auf das Sportliche konzentrieren“, sagte er und verwies auf die Herausforderungen eines internationalen Turniers dieser Größenordnung. Die WM 2026, die vom 11. Juni bis 19. Juli stattfindet, stellt hohe Anforderungen an die physische und mentale Verfassung der Spieler.

Indem politische und gesellschaftliche Themen an die erfahrenen DFB-Funktionäre delegiert werden, schafft Nagelsmann einen geschützten Raum für die Mannschaft. Diese Herangehensweise soll sicherstellen, dass die Spieler ihre Energie in die Vorbereitung und Durchführung der Spiele investieren können, während gleichzeitig offene Kommunikation und Meinungsfreiheit gewahrt bleiben.

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