Monet-Gemälde erzielt nationalen Rekordpreis bei Sotheby's in Paris
In einem spannenden Bieterwettkampf hat das Auktionshaus Sotheby's in Paris ein Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet für einen nationalen Rekordpreis versteigert. Das Werk "Vétheuil, effet du matin" (frei übersetzt: Vétheuil, Morgenstimmung) wechselte für knapp 10,2 Millionen Euro den Besitzer. Damit wurde der höchste Preis für ein Monet-Werk bei einer Auktion in Frankreich erzielt, wie Sotheby's offiziell mitteilte.
Zwei Werke nach 100 Jahren wieder öffentlich
Neben dem Rekordgemälde wurde ein weiteres Werk Monets, "Les Iles de Port-Villez" (Die Inseln von Port-Villez) aus dem Jahr 1883, für 6,45 Millionen Euro verkauft. Beide Gemälde stammten aus Privatsammlungen und waren seit rund 100 Jahren nicht mehr öffentlich zu sehen. Die Versteigerung von "Vétheuil, effet du matin" war besonders intensiv und dauerte etwa zehn Minuten, in denen sich die Bieter gegenseitig überboten.
Schätzwerte deutlich übertroffen
Die erzielten Preise lagen deutlich über den ursprünglichen Schätzwerten. Für "Vétheuil, effet du matin" war ein Wert von sechs bis acht Millionen Euro angesetzt worden, während "Les Iles de Port-Villez" auf drei bis fünf Millionen Euro geschätzt wurde. Die Auktion zeigt damit die anhaltende Faszination und Wertschätzung für Monets impressionistische Meisterwerke.
Vergleich mit internationalen Rekorden
Zum Vergleich: Den weltweiten Rekord für ein Monet-Gemälde hält weiterhin das Werk "Heuhaufen", das 2019 bei Sotheby's in New York für 110,7 Millionen Dollar versteigert wurde. Dieses Bild gehört zu einer Serie, in der Monet Heu- und Getreideschober in wechselndem Licht und bei unterschiedlicher Witterung malte. Der französische Rekord von 10,2 Millionen Euro unterstreicht jedoch die besondere Bedeutung des Pariser Kunstmarktes.
Die Versteigerung bei Sotheby's in Paris demonstriert eindrucksvoll die Vitalität des internationalen Kunstmarktes, auch wenn dieser in anderen Bereichen Schwankungen unterliegt. Die Nachfrage nach hochkarätigen impressionistischen Werken bleibt ungebrochen, besonders wenn solche Schätze nach einem Jahrhundert aus Privatsammlungen wieder auftauchen.



