Nagelsmann stärkt Sané den Rücken: WM-Perspektiven im Fokus
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat in einem aktuellen Interview mit dem kicker dem Offensivspieler Leroy Sané ein beeindruckendes Vertrauensvotum ausgesprochen und damit die Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme des 30-Jährigen deutlich befeuert. Sané selbst signalisierte im Gegenzug seine uneingeschränkte Bereitschaft, jede mögliche Rolle im deutschen Aufgebot für das Weltmeisterschaftsturnier zu übernehmen.
Offene Worte des Bundestrainers
Nagelsmann betonte die besondere Qualität von Sané: „Wir haben von seinem Profil nicht viele Spieler, die oft ins Zentrum gehen vom rechten Flügel. Wenn die Gesundheit mitspielt, kann er für uns ein ganz wichtiger Spieler sein“, erklärte der DFB-Cheftrainer. Diese Aussage unterstreicht die strategische Bedeutung, die der ehemalige Bayern-Star für das Nationalteam haben könnte.
Nachdem Sané in den ersten beiden Länderspielperioden der WM-Qualifikation nicht nominiert worden war, überzeugte er im dritten Lehrgang nachhaltig. Beim deutlichen 6:0-Sieg gegen die Slowakei traf der Galatasaray-Spieler doppelt, bereitete zwei weitere Tore vor und zeigte eine herausragende Leistung, die ihn zurück in die Diskussion um den WM-Kader brachte.
Ehrliche Einschätzung und vergangene Kontroversen
Nagelsmann äußerte sich auch ehrlich über die Unberechenbarkeit des Spielers: „So ehrlich sind wir: Wir wissen bei ihm nie zu 100 Prozent, was am Ende auf den Platz kommt.“ Diese Offenheit reflektiert die komplexe Beziehung zwischen Trainer und Spieler.
Im August hatte der Bundestrainer die Nicht-Nominierung von Sané noch mit der schwächeren Qualität der türkischen Süper Lig begründet. Nagelsmann räumte ein: „Meine Worte an Leroy waren nicht böse gemeint, ich hatte allerdings mit ihm vorab besprochen, dass ich es auch einmal öffentlich thematisieren werde, dass er bei uns keinen Freifahrtsschein hat“. Er gestand, dass spontane Äußerungen manchmal unerwartete Wellen schlagen können.
Sanés flexible Haltung und Teamgeist
Leroy Sané zeigte sich dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und nannte die Nominierung für den WM-Kader sein „großes Ziel“. Der Offensivspieler betonte seine teamorientierte Einstellung: „In einem Turnier kommt man nicht weit mit elf Spielern, sondern dem gesamten Kader. Ich bin bereit, jede Rolle anzunehmen, die mich und die Mannschaft weiterbringt.“
Sané machte deutlich, dass es ihm nicht primär um einen Stammplatz gehe: „Ob ich von Anfang an auf dem Platz stehe oder die Jungs von der Bank aus pushe: Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass wir als Team erfolgreich sind.“ Diese Aussage unterstreicht seine Reife und Priorisierung des Mannschaftserfolgs.
Ausblick auf kommende Testspiele
Für die anstehenden Testspiele gegen die Schweiz in Basel am 27. März und gegen Ghana in Stuttgart am 31. März hat Sané nun beste Chancen, erneut in den DFB-Kader berufen zu werden. Seine jüngste Leistung und die unterstützenden Worte Nagelsmanns positionieren ihn als ernstzunehmenden Kandidaten für die Weltmeisterschaft.
Die Entwicklung dieser Trainer-Spieler-Dynamik wird in den kommenden Wochen mit Spannung verfolgt werden, besonders im Hinblick auf die endgültige Kaderzusammensetzung für das WM-Turnier.



