Badesalz-Star Henni Nachtsheim äußert sich kritisch zu Eintracht-Trainer Albert Riera
Er ist seit über fünf Jahrzehnten ein leidenschaftlicher Anhänger von Eintracht Frankfurt und sorgt derzeit mit seinem Bühnenstück „Adlerherzen“, das sich intensiv mit der Geschichte des Vereins auseinandersetzt, für große Aufmerksamkeit. Alle Vorstellungen im Jahr 2025 waren restlos ausverkauft, und ab Mai geht die erfolgreiche Produktion weiter. In einem exklusiven Interview spricht der Kult-Comedian Henni Nachtsheim (69) nun über sein Theaterprojekt und seine tiefe Verbundenheit mit dem Herzen-Klub.
„Adlerherzen“ als therapeutisches Erlebnis für die Fans
Henni Nachtsheim verrät, dass sein Stück insbesondere nach enttäuschenden Spieltagen eine besondere Wirkung entfaltet. „Wenn die Leute nach, ich sag' mal, komischen Spielen kommen, merkst du im Laufe der ersten halben Stunde, dass es ihnen guttut“, erklärt der Schauspieler. Die Inszenierung stelle einen positiven Zusammenhang zur Eintracht her und biete den Fans somit eine emotionale Stütze. Der Umzug der Aufführungen von Dreieich in die Frankfurter Jahrhunderthalle sei dabei ein aufregender Schritt, der jedoch von allen Beteiligten sehnlichst gewünscht wurde.
Skepsis gegenüber Trainer Albert Riera
Direkt nach den aktuellen sportlichen Entwicklungen befragt, äußert Nachtsheim eine deutliche Skepsis gegenüber dem amtierenden Trainer Albert Riera. „Im Moment bin ich skeptisch, ich weiß nicht genau, wo die Reise hingeht“, gesteht der Comedian. Zwar habe Riera in seiner vorherigen Station gute Arbeit geleistet und sei mit seiner unerwarteten Verpflichtung mutig gewesen, doch die laute Trommelei habe die Erwartungen unnötig in die Höhe getrieben. Besonders kritisch sieht Nachtsheim, dass sich Riera nicht ausreichend mit der Stadt Frankfurt identifiziere. „Wir sind ja gastfreundlich, manchmal zwar ein bisschen störrisch, aber keine Sturköpfe. Gerade macht er uns das Gastgeber-Dasein ein bisschen schwer“, so seine Einschätzung.
Trauer um den Abgang von Dino Toppmöller
Im Gegensatz dazu empfand Nachtsheim den vorherigen Trainer Dino Toppmöller als äußerst sympathisch und authentisch. „Ich war wirklich traurig, dass er gehen musste“, erinnert sich der Fan. Toppmöller habe sich sehr mit Stadt und Verein identifiziert, sei aber letztendlich auch an der Herausforderung Champions League gescheitert. „Die Champions League war echt undankbar für diese junge Truppe. Aber das gehört zum Lehrgeld eines Vereins, der sich langfristig vielleicht öfter da mal platzieren will“, analysiert Nachtsheim nüchtern.
Die Sehnsucht nach einer Rückkehr von Oliver Glasner
Eine besondere emotionale Bindung hegt Henni Nachtsheim zu Oliver Glasner, der die Eintracht 2022 zum Gewinn der Europa League führte. „Seit er weg ist, bin ich Fan von Crystal Palace“, verrät der Comedian und betont, dass er jedes Spiel von Glasners aktuellem Verein verfolge. „Glasner hat was bei mir hinterlassen, ich mochte ihn sehr und fand ihn als Trainer toll. Ich hätte nichts dagegen, wenn er zurückkommt“, äußert Nachtsheim offen seine Hoffnung auf eine Rückholaktion.
Bewertung weiterer erfolgreicher Eintracht-Trainer
Weitere Trainer, die die Eintracht in den vergangenen Jahren geprägt haben, werden von Nachtsheim differenziert betrachtet. Adi Hütter habe zwar Freude bereitet, wirkte aber oft distanziert und wie mit einer Maske ausgestattet. Niko Kovac hingegen wird als „Retter“ bezeichnet, der den Verein in schwierigen Zeiten stabilisierte und den Pokalsieg gegen Bayern ermöglichte. Besonders positiv erwähnt Nachtsheim jedoch Friedhelm Funkel, der den Verein von der zweiten in die erste Liga führte und stets authentisch wirkte.
Wunschkandidat Xabi Alonso
Abschließend verrät Henni Nachtsheim einen Trainer, den er sich ganz persönlich bei Eintracht Frankfurt wünschen würde: Xabi Alonso. „Ihn würde ich gerne hier sehen. Ich fand ihn immer sehr sympathisch. Kein Lautsprecher, keine große Klappe und auch bei kritischen Fragen die Contenance bewahrt und höflich geblieben“, schwärmt der Comedian. Allerdings räumt er ein, dass Liverpool als vermutlich größerer Anreiz wohl dazwischengrätschen werde.



