Sportreporter fordert nach Köln-Dortmund: VAR muss komplett abgeschafft werden
Nach Köln-Dortmund: Reporter fordert Abschaffung des VAR

Nachspielzeit-Debatte: Sportreporter fordert radikale VAR-Abschaffung nach Köln-Dortmund

Die Emotionen kochten hoch, als Kölns Trainer Lukas Kwasniok auf der Seitenlinie umhersprang, als hätte er sich auf glühende Kohlen gestellt. Die Szene nach dem Bundesliga-Duell zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund verdeutlichte erneut die tiefe Frustration über den Video Assistant Referee (VAR). Unser Sportreporter Thomas Krause analysiert die kontroversen Entscheidungen und kommt zu einem radikalen Schluss.

Zwei VAR-Eingriffe – eine verpasste Chance

Im Spiel des FC Köln gegen Borussia Dortmund griff der VAR zweimal ein – beide Male durchaus berechtigt. Zunächst korrigierte Schiedsrichter Daniel Siebert nach VAR-Hinweis seine Gelbe Karte gegen Kölns Jahmai Simpson-Pusey in eine Rote Karte, nachdem ein klarer Foul vorlag. Später wies der Video-Assistent darauf hin, dass eine vermeintliche Elfmeterszene keines war.

Doch in der 95. Spielminute, beim Stand von 1:2, blieb sowohl Schiedsrichter Siebert als auch der VAR untätig. Selbst eingefleischte Dortmund-Fans werden zugeben müssen: Hier hatte der BVB Glück. Als BVB-Spieler Couto den Ball klar an die Hand bekam, hätte der VAR sich eigentlich melden müssen – was wahrscheinlich zu einem Strafstoß geführt hätte.

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Die Inkonsistenz des Systems

Wenn wir diese technischen Hilfsmittel bereits nutzen, die den Fußball angeblich gerechter machen sollen, dann müssen wir sie auch konsequent in jeder strittigen Situation anwenden. Doch genau das geschieht nie, weil hinter dem VAR menschliche Entscheidungsträger stehen, die Situationen stets unterschiedlich bewerten. Diese Subjektivität untergräbt den gesamten Zweck der Technologie.

Thomas Krause betont: „Insofern wiederhole ich mich gerne: Der VAR gehört komplett abgeschafft. Ohne VAR hätte Daniel Siebert in der 95. Minute einfach weiterspielen lassen, weil er die Aktion nicht gesehen hatte. Es hätte zwar genau die gleichen Diskussionen gegeben, die wir jetzt führen. Aber dann wäre es völlig in Ordnung gewesen.“

Die Rückkehr zur menschlichen Entscheidung

Die aktuelle Situation schafft eine paradoxe Lage: Einerseits soll der VAR für mehr Gerechtigkeit sorgen, andererseits führt seine selektive Anwendung zu noch größerer Ungerechtigkeit und Verwirrung. Die Diskussionen nach dem Spiel Köln gegen Dortmund zeigen, dass das System nicht funktioniert, wie es sollte.

Die Forderung nach Abschaffung bedeutet nicht, dass Fehlentscheidungen akzeptiert werden sollen. Vielmehr geht es darum, die Verantwortung wieder vollständig in die Hände der Schiedsrichter auf dem Platz zu legen und die Akzeptanz für menschliche Fehler zurückzugewinnen. Die derzeitige Hybrid-Lösung aus Technologie und menschlicher Interpretation scheint das Schlimmste aus beiden Welten zu vereinen.

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