Trauer im rumänischen Fußball: Mircea Lucescu im Alter von 80 Jahren verstorben
Wenige Tage nach seinem Rücktritt als Trainer der rumänischen Nationalmannschaft ist die Fußball-Legende Mircea Lucescu gestorben. Er wurde 80 Jahre alt. Sowohl das Universitätskrankenhaus in Bukarest als auch der rumänische Fußballverband bestätigten am Dienstagabend den traurigen Tod des erfahrenen Coaches.
Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide
Erst am letzten Donnerstag hatte der Verband mitgeteilt, dass Lucescu sein Amt als Nationaltrainer aufgibt. Sein Vertrag war nach den WM-Play-offs, bei denen Rumänien durch eine 0:1-Niederlage gegen die Türkei ausgeschieden war, am 31. März ausgelaufen. Der Gesundheitszustand des Trainer-Gurus, der fast 47 Jahre als Coach arbeitete, soll sich in den letzten Wochen rapide verschlechtert haben.
Bei einem Training war er zusammengebrochen und lag deshalb zuletzt im Krankenhaus. Laut rumänischen Medien erlitt Lucescu kurz vor seiner geplanten Krankenhaus-Entlassung am Karfreitag einen Herzinfarkt. Nun hat er den kurzen Kampf um sein Leben verloren.
Fußballverband spricht von einem schwarzen Tag
Razvan Burleanu, Präsident des rumänischen Fußballverbandes, sprach in einer bewegenden Mitteilung von einem schwarzen Tag für den rumänischen Fußball. Dort heißt es wörtlich: „Ein Mann, der jede Sekunde seines Lebens für den Fußball lebte, ist von uns gegangen. Mircea Lucescu war nicht nur Trainer, sondern ein Lebenslehrer für ganze Spielergenerationen.“
Die Erklärung des Verbandes betont weiter: „Er liebte diesen Sport über alles, und sein Einfluss auf unseren Fußball ist unermesslich. In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei der trauernden Familie. Wir bleiben mit seinen Lehren, mit der Eleganz seiner Amtszeit und mit einer riesigen Lücke, die niemals gefüllt werden kann. Ruhe in Frieden, Herr Lucescu.“
Lange und erfolgreiche Trainerkarriere
Die Nationalmannschaft hatte Lucescu bis zuletzt in seiner zweiten Amtszeit betreut. Bereits zu Beginn seiner Karriere war er zwischen 1981 bis 1986 Trainer der Rumänen. Im Anschluss folgten zahlreiche internationale Stationen bei renommierten Vereinen wie Inter Mailand, Galatasaray Istanbul und Schachtar Donezk.
Mit den Ukrainern gewann er 2009 den UEFA‑Cup, einen der größten Erfolge seiner langen Laufbahn. Im Jahr 2024 kehrte er dann als Nationaltrainer nach Rumänien zurück und übernahm erneut die Verantwortung für die Auswahl seines Heimatlandes.
Mircea Lucescu hinterlässt eine tiefe Lücke im rumänischen und internationalen Fußball. Seine fast fünf Jahrzehnte währende Trainertätigkeit prägte Generationen von Spielern und beeinflusste die Entwicklung des Sports nachhaltig. Die Fußballwelt trauert um einen wahren Meister seines Fachs.



