Lok-Trainer Seitz explodiert bei Meisterfrage: „Das ist bodenlos“
Lok-Trainer explodiert bei Meisterfrage

Fünf Punkte Vorsprung, nur noch drei Spiele – da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn Spitzenreiter Lok Leipzig die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost noch verspielen würde. Selbst der Klub trommelt vor dem vorletzten Heimspiel gegen den BFC Preussen (Samstag, 14 Uhr) mutig in den sozialen Netzwerken: Mission drei Punkte – und vielleicht schon die Meisterschaft feiern.

Kann Lok Leipzig am Samstag bereits Meister werden?

Rein theoretisch ist das möglich, wenn Jena nach dem Spiel bei Magdeburg II (1:4) diesmal auch gegen den BFC Dynamo patzt und Lok die Hinspielniederlage gegen den Aufsteiger (0:2) wettmacht. Doch trotz dieser verheißungsvollen Konstellation platzte dem sonst so besonnenen Lok-Trainer Jochen Seitz angesichts der Meisterfrage jetzt mal so richtig der Kragen.

„Ganz ehrlich, ich war stinksauer“, gibt er zu. „Ich habe selbst viele Nachrichten bekommen, jetzt seid ihr ja durch und was weiß ich alles. Das ging mir tierisch auf die Nerven. Ganz ehrlich. Weil, wir sind nicht durch, wir haben noch drei schwere Spiele vor der Brust, die Personalsituation ist angespannt. Wir können uns alles andere als zurücklehnen.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Personalsorgen trüben die Stimmung

Fünf Stammspieler fehlen verletzt oder gesperrt. Einige sind zudem angeschlagen. Gegen die Berliner wird höchstwahrscheinlich eine Mannschaft auflaufen, die so noch nie zusammengespielt hat. Seitz warnt deshalb vor übertriebener Erwartungshaltung und richtet sich dabei auch an die Fans: „Wer erwartet, dass wir hier Tiki-Taka spielen und den BFC im Stadion weghauen, der soll bitte zu Hause bleiben. Wir werden Kampf und Leidenschaft mit einer hohen Intensität an den Tag legen müssen. Dafür brauchen wir die Unterstützung aller Zuschauer, von der ersten bis zur letzten Minute. Da muss die Mannschaft nach vorn gepeitscht werden, trotz aller Fehler, die passieren können.“

Lok-Trainer Jochen Seitz appelliert an die Fans

Er fügt noch hinzu: „Wir müssen davon ausgehen, dass Jena die letzten drei Spiele gewinnen kann und da brauchen wir unsere Punkte noch. Und deshalb war ich auch so stinksauer auf das Drumherum, nicht nur von unserer Seite, sondern auch von den Medien her. Gefühlt war Jena eine Woche vorher fast schon durch, weil wir in einer absoluten Krise waren. Dann sind wir eine Woche später schon Meister, da können die Jenaer machen, was sie wollen. Also, das ist ja bodenlos.“

Hintergrund: Viele Experten sahen die Thüringer am Ende vorn, weil der Rückstand mittlerweile auf zwei Punkte geschmolzen war. Nach dem letzten Wochenende waren es jedoch wieder fünf Zähler.

Seitz weiß: „Wir müssen am Samstag liefern. Das wird kein einfaches Spiel. Und wir gehen davon aus, dass es bis zum letzten Spieltag um die Meisterschaft gehen kann. Wir sind darauf eingestellt und gehen es Spiel für Spiel an.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration