Liverpool verurteilt rassistische Angriffe gegen Konaté als „entmenschlichend“
Der englische Fußballmeister FC Liverpool hat in einer deutlichen Stellungnahme rassistische Anfeindungen gegen seinen Verteidiger Ibrahima Konaté verurteilt und die Betreiber von Social-Media-Plattformen zum sofortigen Handeln aufgefordert. Die Reds positionierten sich entschlossen hinter ihren Spieler und bezeichneten das Verhalten als absolut inakzeptabel.
Klare Worte gegen Hass im Netz
In der offiziellen Erklärung des Vereins heißt es unmissverständlich: „Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel. Es ist entmenschlichend, feige und von Hass getrieben.“ Liverpool betonte weiter, dass Rassismus weder im Fußball noch in der Gesellschaft einen Platz habe – weder online noch offline. Der Klub machte deutlich, dass diese Situation so nicht weitergehen dürfe und forderte die Plattformbetreiber auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden.
Die Kritik an den Social-Media-Unternehmen fiel besonders scharf aus: Allzu oft versagen sie dabei, dieser Art von Nachrichten Einhalt zu gebieten. Liverpool wies darauf hin, dass dies eine bewusste Entscheidung sei, die Spielern, ihren Familien und den gesamten Fußballgemeinschaften weiterhin schade. Der Verein betonte: „Unsere Spieler sind keine Zielscheiben. Sie sind Menschen.“
Hintergrund des Vorfalls
Die rassistischen Angriffe gegen Konaté folgten auf das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Galatasaray Istanbul am vergangenen Mittwoch. Während der Partie war der ehemalige Leipziger Spieler mit dem türkischen Stürmer Victor Osimhen zusammengestoßen, was bei Osimhen zu einem Armbruch führte, der seinen vorzeitigen Wechsel zur Halbzeit erzwang. Dieser Zwischenfall löste eine Welle von Hasskommentaren gegen den 26-jährigen Franzosen im Internet aus.
Liverpool bezeichnete die anonymen Beschimpfungen als „Schandfleck für das Spiel und die Plattformen, die dies ermöglichen“. Der Klub sicherte zu, dass die Verantwortlichen, soweit möglich, zur Rechenschaft gezogen würden und Konaté die volle Unterstützung des Vereins genieße. Diese Stellungnahme unterstreicht die wachsende Besorgnis im Profifußball über den Umgang mit Rassismus in digitalen Räumen.



