Lanxess Arena als bedeutender Wirtschaftsmotor für Köln bestätigt
Eine umfassende Studie der Deutschen Sporthochschule Köln hat die herausragende ökonomische Bedeutung der Lanxess Arena für die Stadt Köln und das gesamte Umland wissenschaftlich belegt. Die Untersuchung mit dem Titel „Events als Treiber touristischer und sozialer Effekte“ wurde am Dienstag der Öffentlichkeit präsentiert und liefert beeindruckende Zahlen zur wirtschaftlichen Strahlkraft der Veranstaltungshalle.
Touristische Effekte im Fokus der Untersuchung
Die Autoren der Studie, Dr. Christoph Bertling und Dr. Inga Oelrichs vom Institut für Kommunikations- und Medienforschung, legten ihren Forschungsschwerpunkt insbesondere auf die touristischen Auswirkungen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass rund neun von zehn Besuchern der Lanxess Arena nicht aus Köln selbst stammen. Bei Großveranstaltungen wie dem Pokal-Final-Four oder dem Champions-League-Finalturnier im Handball profitiert die Stadt besonders stark von Übernachtungsgästen, deren Ausgaben bis zu zehn Millionen Euro betragen können.
Die Dimensionen der Veranstaltungshalle sind beeindruckend: Bis zu 18.000 Zuschauer bei Eishockey-Events, 20.000 Fans bei großen Handball-Turnieren und regelmäßig ausverkaufte Häuser bei Karnevalsveranstaltungen oder Konzerten internationaler Stars wie Billie Eilish unterstreichen die Anziehungskraft der 1998 auf der rechten Rheinseite eröffneten Arena, die bis heute die größte Veranstaltungshalle Deutschlands bleibt.
Positive Effekte über wirtschaftliche Aspekte hinaus
Stefan Löcher, Geschäftsführer der Lanxess Arena, betonte die Bedeutung der Studienergebnisse: „Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, künftig die Bemühungen zur Akquise von Sportgroßveranstaltungen im Schulterschluss zwischen Arena und Stadt weiter zu intensivieren.“
Dr. Christoph Bertling hob in seiner Präsentation die besondere Rolle von Sportveranstaltungen hervor, die sogar ein internationales Publikum zusammenbringen können. Er erklärte: „Obwohl die Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf andere Veranstaltungsorte übertragbar sind, stellen sie im Bereich der Eventforschung auch einen Indikator für den Wert von Großveranstaltungen für andere Regionen dar.“
Die Studie zeigt zudem, dass die positiven Effekte weit über rein wirtschaftliche Aspekte hinausgehen. Eine Befragung der Kölner Bevölkerung ergab, dass eine deutliche Mehrheit die Lanxess Arena mit ihrem markanten „Henkel“ auf dem Dach als wichtiges Element der Brauchtumspflege, des Kulturbereichs und als städtisches Wahrzeichen betrachtet.
Relevanz für zukünftige Großveranstaltungen
Die Forschungsergebnisse gewinnen zusätzliche Bedeutung im Kontext möglicher Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland. Bertling kommentierte: „Wir rechnen oft zu hart: Was wird ausgegeben und was gibt es für Einnahmen. An der Studie sehen wir jedoch, dass die Einnahmen viel höher zu rechnen sind – denn der positive Effekt ist wirtschaftlich, sozial und touristisch zu sehen.“
Die Lanxess Arena erweist sich damit nicht nur als erfolgreiche Veranstaltungsstätte, sondern als integraler Bestandteil der städtischen Identität und als bedeutender Wirtschaftsfaktor, der regelmäßig Millionenbeträge in die Kölner Wirtschaft spült und die touristische Attraktivität der Region nachhaltig stärkt.



