Kwasniok empört: 'Perverser' Druck auf Kölns Jungstar El Mala in sozialen Medien
Kwasniok: 'Perverser' Druck auf Kölns El Mala in Sozialen Medien

Kwasniok empört: 'Perverser' Druck auf Kölns Jungstar El Mala in sozialen Medien

Trainer Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln hat sich in emotionalen Worten über die belastende Situation seines jungen Shootingstars Said El Mala geäußert. Der 19-jährige Flügelspieler steht derzeit in mehrfacher Hinsicht im Fokus der Öffentlichkeit – sowohl wegen einer möglichen Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft als auch aufgrund von hartnäckigen Wechselgerüchten in die englische Premier League.

Emotionale Kritik an Medien und sozialen Netzwerken

„Auf gut Deutsch gesagt ist das pervers, was heutzutage mit 18-, 19-Jährigen passiert, was für einen Druck die aushalten müssen“, erklärte Kwasniok am Donnerstag mit deutlichen Worten. Der Trainer zeigte sich sichtlich betroffen von der Entwicklung und fragte rhetorisch: „Wie soll’s dem Jungen gehen?“

Besonders kritisch sieht Kwasniok den Umgang in den sozialen Medien. „Das führt dazu, dass El Mala jetzt in dieser komischen sozialen Welt offensichtlich durchbeleidigt wird – eine ganz, ganz tolle Entwicklung“, so der verärgerte Trainer. Er betonte, dass die ständige Berichterstattung und Spekulationen dem jungen Spieler erheblich zusetzen würden.

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Wechselgerüchte und deren Auswirkungen

Konkret bezog sich Kwasniok auf Medienberichte vom vergangenen Dienstag, wonach El Mala angeblich eine Wechselzusage an den englischen Premier-League-Club Brighton & Hove Albion gegeben haben soll. „Von der vermeintlichen Wechselzusage habe ich nichts mitbekommen“, stellte der Trainer klar und kritisierte gleichzeitig den Umgang mit solchen Meldungen: „Am Ende kann irgendjemand etwas hinschreiben, behaupten, andere kopieren es, und ob das stimmt oder nicht, spielt gar keine Rolle.“

Kwasniok äußerte seine Besorgnis über die langfristigen Folgen dieser Entwicklung: „Ich glaube, dass wir ihnen irgendwann eins nehmen: die Freude an dem, was sie am liebsten machen. Das ist Fußball spielen.“ Diese Sorge scheint sich bereits im Spielverhalten des Talents widerzuspiegeln. Der Trainer beobachtete: „In den letzten Spielen hat El Mala zwar, wie unter anderem von Bundestrainer Julian Nagelsmann gefordert, mehr gearbeitet, aber er dribbelt nicht mehr so viel.“

Aktuelle Situation und sportliche Perspektiven

Trotz der emotionalen Belastung und einer kürzlichen Erkrankung, die ihn am Training fehlen ließ, gibt es auch positive Nachrichten für den 1. FC Köln. Für das anstehende Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag um 15:30 Uhr ist Said El Mala nach Angaben des Trainers „voll einsatzfähig“.

Für die deutsche A-Nationalmannschaft wurde der junge Flügelspieler indes nicht nominiert. Kwasniok zeigte sich insgesamt „traurig, dass es sich so entwickelt hat“ und reflektierte über das Spannungsfeld zwischen finanziellen Aspekten und sportlicher Entwicklung: „Ich weiß, die Jungs verdienen immer mehr Geld und noch mehr Geld und noch mehr Geld. Aber: Ich glaube, dass wir alle mehr von Said hätten, wenn wir weniger darüber berichten würden.“

Die emotionalen Äußerungen des Trainers unterstreichen die wachsende Problematik des medialen und öffentlichen Drucks auf junge Profifußballer in der modernen Sportwelt, wo soziale Medien und ständige Spekulationen zunehmend die sportliche Entwicklung beeinflussen.

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