Bundesliga: Weltmeister Jürgen Kohler fordert mehr Einsatz für El Mala beim 1. FC Köln
Kohler: El Mala muss beim FC Köln öfter spielen

Weltmeister Kohler kritisiert Einsatzpolitik bei El Mala

Die Diskussion um die Rolle des jungen Stürmers Said El Mala beim 1. FC Köln nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem der 19-jährige Offensivspieler zu Saisonbeginn noch überragende Leistungen zeigte, findet er sich aktuell vermehrt auf der Ersatzbank wieder. Diese Entwicklung stößt nicht nur bei den leidenschaftlichen Kölner-Fans auf Unverständnis, sondern auch bei einem ehemaligen Profi des Vereins.

Kohler äußert sich im Doppelpass deutlich

Jürgen Kohler, der in seiner aktiven Karriere selbst für den 1. FC Köln auflief und 1990 Weltmeister wurde, nahm im SPORT1-Doppelpass klar Stellung zu diesem Thema. Der 60-jährige Experte bezeichnete die Situation rund um El Mala als „leidiges Thema“ und betonte die zentrale Bedeutung dieser Personalie für den Verein.

„Ich glaube, dass er ein Spieler ist, der einfach spielen muss“, analysierte Kohler im Gespräch. „Er hat die beste Qualität von allen Spielern, die dort im Offensivbereich vorhanden sind.“ Der Weltmeister von 1990 zeigte sich überzeugt, dass El Mala ein „außergewöhnlicher“ Spieler sei, den die Fans „gerne öfter in der Anfangsformation sehen“ wollen würden.

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Verletzungsprobleme als mögliche Erklärung

Bei der 0:2-Niederlage des 1. FC Köln beim FC Augsburg stand El Mala erneut nicht in der Startaufstellung. Trainer Kwasniok begründete diese Entscheidung mit Oberschenkel-Problemen, die der Stürmer in den vorangegangenen Trainingseinheiten gehabt habe. „Er hat keinen einzigen Sprint ziehen können in dieser Woche“, erklärte der Köln-Trainer nach dem Spiel. „Da war eine halbe Stunde Spielzeit das, was ich vertreten konnte.“

Zu dieser Vorgehensweise zeigt Kohler durchaus Verständnis: „Wenn er zwei Tage nicht trainiert hat, dann kannst du ihn auch nicht aufstellen. Das halte ich absolut für legitim und auch für richtig.“ Allerdings macht der Experte eine wichtige Einschränkung: „Wenn er gesund und verletzungsfrei ist“, dann spiele das Alter des jungen Talents keine Rolle für dessen Einsatzzeit.

Alter sollte keine Rolle spielen

Kohler betonte im Gespräch, dass die Jugendlichkeit El Malas kein Argument gegen einen Stammplatz sein dürfe. „Es ist entscheidend, ob ein Spieler gut oder schlecht ist“, stellte der 60-Jährige klar. „Dieser Spieler ist außergewöhnlich.“ Damit unterstützt der ehemalige Nationalspieler implizit die Forderungen vieler Kölner-Fans, die ihr „Juwel“ regelmäßiger in der Startelf sehen möchten.

Ausblick auf das nächste Spiel

Ob Trainer Kwasniok nach einer vermeintlich verletzungsfreien Trainingswoche beim kommenden Spiel auf eine veränderte Taktik setzt, wird sich am Samstag zeigen. Dann empfängt der 1. FC Köln im heimischen Stadion Borussia Dortmund. Die Entscheidung über den Einsatz El Malas wird mit Spannung erwartet, nicht zuletzt wegen der deutlichen Worte des Weltmeisters.

Die Diskussion um die optimale Nutzung des jungen Talents zeigt, wie sehr die Leistungen El Malas die Fußball-Öffentlichkeit bewegen. Während der Trainer medizinische Gründe für seine Entscheidungen anführt, sehen Experten wie Kohler und viele Fans vor allem das enorme Potenzial, das durch zu wenig Spielzeit nicht voll ausgeschöpft werden könnte.

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