Die Trainer Jesse Marsch und Murat Yakin haben Spekulationen zurückgewiesen, wonach Kanada und die Schweiz im WM-Duell am Mittwoch ein Unentschieden anstreben könnten. „Der schlechteste Weg zu einem Unentschieden ist, darauf zu spielen. Du musst auf Sieg spielen. Wir werden mit der Mentalität und der Taktik ins Spiel gehen, auf Sieg zu spielen“, sagte Marsch vor der Partie (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Vancouver.
Remis würde beiden Teams reichen
In der Gruppe B geht es zwar noch um den Gruppensieg, doch bei einem Remis wären sowohl Kanada als auch die Schweiz sicher für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Kanada würde ein Unentschieden sogar zum Gruppensieg reichen. „Unser Respekt vor der Schweiz ist riesengroß. Ich weiß, wie viel Qualität sie haben. Ich habe auch Murat Yakins Karriere verfolgt. Er ist ein großartiger Trainer“, ergänzte der ehemalige RB-Leipzig-Coach Marsch.
Gruppensieg bringt längere Pause
Der Sieger der Gruppe B bestreitet den Auftakt der K.o.-Runde erst am 2. Juli (Ortszeit), erneut in Vancouver. Das würde eine Pause von über einer Woche bedeuten. „Ich will Gruppenerster werden, aber ich präferiere es, wenn ich weniger Tage Pause habe“, sagte Abwehrspieler Manuel Akanji. Als Gruppenzweiter würde es bereits am Sonntag (21.00 Uhr) in Inglewood bei Los Angeles gegen den Zweiten der Gruppe A gehen. Tschechien oder Südkorea wären hier mögliche Gegner.
Yakin fordert Gruppensieg
Der Schweizer Trainer Murat Yakin will an das fulminante 4:1 gegen Bosnien-Herzegowina anknüpfen und fordert den Gruppensieg. „Wenn wir Erster sind, gibt es drei, vier Tage mehr Erholungszeit. Das ist immer ein großer Vorteil“, sagte Yakin. Als Sieger der Gruppe B bekämen es Kanada oder die Schweiz mit einem der acht besten Dritten zu tun.
Statistik und Ausblick
Die Partie in Vancouver verspricht Spannung: Beide Teams haben in den bisherigen Gruppenspielen überzeugt. Kanada startete mit einem Sieg, während die Schweiz nach einer Auftaktniederlage mit dem 4:1 gegen Bosnien-Herzegowina zurückkam. Ein Unentschieden würde beiden Teams den vorzeitigen Einzug ins Sechzehntelfinale sichern, doch die Trainer betonen den Siegeswillen.



