Italiens Fußballverbandspräsident Gravina tritt nach WM-Qualifikationsdebakel zurück
Italiens Fußballverbandspräsident tritt nach WM-Aus zurück

Italiens Fußballverbandspräsident Gravina tritt nach WM-Qualifikationsdebakel zurück

Das dritte schwere Debakel in Folge bei der Qualifikation für eine Fußball-Weltmeisterschaft hat nun auch personelle Konsequenzen nach sich gezogen. Der Präsident des italienischen Fußballverbands FIGC, Gabriele Gravina, hat nach dem erneuten Scheitern seinen Posten aufgegeben. Die Entscheidung fiel nach der verheerenden 1:4-Niederlage im Elfmeterschießen im entscheidenden Playoff-Duell gegen Bosnien-Herzegowina.

Massiver Druck aus Politik und Öffentlichkeit

Der 72-jährige Gravina stand nach der enttäuschenden Leistung der italienischen Nationalmannschaft massiv unter Druck. Sogar aus der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni waren deutliche Rufe nach seinem Rücktritt zu vernehmen. Der viermalige Weltmeister Italien hat sich damit zum dritten Mal in Folge nicht für eine Fußball-WM qualifizieren können - ein historisch beispielloser Tiefpunkt für den traditionsreichen Fußballverband.

Ungewisse Zukunft für Nationaltrainer Gattuso

Offen bleibt die Frage, ob Nationaltrainer Gennaro Gattuso sein Amt behalten darf. Der 48-jährige Trainer, der bei Italiens Titelgewinn bei der WM 2006 in Deutschland noch als Spieler aktiv war, steht ebenfalls in der Kritik. Seine Position ist nach dem erneuten Qualifikationsaus äußerst umstritten. Die Nachfolge an der Spitze des Verbandes soll laut einer offiziellen Mitteilung am 22. Juni geregelt werden - also während der laufenden WM in den USA, Kanada und Mexiko.

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Historischer Absturz des viermaligen Weltmeisters

Der Sieg im WM-Finale 2006 gegen Frankreich markierte den letzten großen Erfolg Italiens in einem K.o.-Spiel einer Weltmeisterschaft. Seither folgte ein stetiger Abstieg:

  • 2010 und 2014 schieden die Italiener bereits in der Vorrunde aus
  • 2018 in Russland und 2022 in Katar verpassten sie die Qualifikation komplett
  • Nun zum dritten Mal in Folge kein WM-Ticket
Diese Serie von Misserfolgen stellt den italienischen Fußball vor eine tiefgreifende Krise, die über personelle Wechsel hinaus grundlegende Reformen erfordern dürfte.

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