Irak und DR Kongo komplettieren WM-Feld: Historische Qualifikationen nach Jahrzehnten
Irak und DR Kongo qualifizieren sich für Fußball-WM 2026

Historische WM-Qualifikationen: Irak und DR Kongo kehren nach Jahrzehnten zurück

Das Teilnehmerfeld für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko steht nun endgültig fest. Mit dem Irak und der Demokratischen Republik Kongo haben zwei Nationen ihre Playoff-Partien gewonnen und sich damit für das Turnier qualifiziert. Beide Teams kehren nach mehreren Jahrzehnten der Abwesenheit auf die große WM-Bühne zurück und komplettieren das erweiterte Feld von 48 Teilnehmern.

Irak beendet 40-jährige Durststrecke mit hart erkämpftem Sieg

Der Irak hat sich erstmals seit 1986 wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Die Mannschaft setzte sich im entscheidenden Playoff-Spiel gegen Bolivien mit 2:1 durch. Das Spiel fand im WM-Stadion von Monterrey in Mexiko statt und entwickelte sich zu einer spannenden Angelegenheit.

Ali Al-Hamadi brachte den Irak bereits in der 10. Minute in Führung, doch Moises Paniagua glich für Bolivien in der 38. Minute aus. Die Entscheidung fiel in der 53. Minute durch ein Tor von Aymen Hussein. In einer langen Nachspielzeit musste das irakische Team noch eine intensive Schlussoffensive der Bolivianer überstehen, bevor beim Abpfiff großer Jubel ausbrach.

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Besondere Herausforderungen bei der Vorbereitung

Die irakische Nationalmannschaft hatte sich unter erschwerten Bedingungen auf das Playoff-Spiel vorbereiten müssen. Aufgrund des Irankriegs und der damit verbundenen Sperrung des irakischen Luftraums war die Anreise nach Mexiko nur über komplizierte Umwege möglich. Der irakische Fußballverband hatte zunächst sogar auf eine Verlegung der Playoff-Partien gedrängt, was jedoch nicht realisiert wurde.

Trainer Graham Arnold, ein Australier, führte sein Team trotz dieser Widrigkeiten zum Erfolg. Für den Irak bedeutet die Qualifikation nicht nur sportlichen Erfolg, sondern auch ein wichtiges symbolisches Zeichen.

DR Kongo feiert Rückkehr nach 52 Jahren

Die Demokratische Republik Kongo qualifizierte sich ebenfalls durch einen knappen Sieg für die WM 2026. Das Team setzte sich mit 1:0 nach Verlängerung gegen Jamaika durch und kehrt damit erstmals seit 1974 auf die WM-Bühne zurück. Damals trat das Land noch unter dem Namen Zaire an.

Vor 39.983 Zuschauern im WM-Stadion von Guadalajara erzielte Axel Tuanzebe in der 100. Minute das entscheidende Tor. Der Profi des FC Burnley traf, nachdem die DR Kongo zuvor mehrere gute Chancen vergeben hatte. Das Spiel war von großer Intensität geprägt und forderte beide Mannschaften bis an ihre Grenzen.

Kurioses Schiedsrichter-Pech

Eine besondere Note erhielt das Spiel durch eine Verletzung von Schiedsrichter Facundo Tello in der zweiten Halbzeit der Verlängerung. Der vierte Offizielle Dario Herrera musste für die letzten Minuten einspringen und die Leitung des Spiels übernehmen – eine seltene Situation bei einem so wichtigen Qualifikationsspiel.

Ausblick auf die WM 2026

Mit diesen beiden Qualifikationen ist das Teilnehmerfeld für die erste 48-Nationen-WM der Geschichte nun komplett. Der Irak wird in der Gruppenphase in Boston gegen Norwegen antreten, danach in Philadelphia auf Mitfavorit Frankreich treffen und zum Abschluss in Toronto gegen Senegal spielen.

Die Demokratische Republik Kongo hat es in die Gruppe K geschafft und trifft dort auf Portugal, Kolumbien und Usbekistan. Beide Teams werden bei der WM 2026 nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Regionen und Kontinente antreten.

Die Qualifikation dieser beiden Nationen unterstreicht die globale Bedeutung des Fußballs und zeigt, wie der Sport auch unter schwierigen politischen und logistischen Bedingungen Brücken bauen kann. Nach Jahrzehnten der Abwesenheit kehren nun zwei fußballbegeisterte Nationen auf die größte Bühne des Sports zurück.

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