Infantino beharrt auf WM-Teilnahme Irans trotz Nahost-Krieg: 'Nur Plan A'
Infantino: Iran soll trotz Krieg bei WM spielen - 'Kein Plan B'

FIFA-Chef Infantino: Iran soll trotz Krieg bei WM antreten

FIFA-Präsident Gianni Infantino hält unbeirrt an einer Teilnahme Irans an der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer fest, obwohl der Nahost-Konflikt die Situation erheblich erschwert. In einem exklusiven Interview mit dem mexikanischen Fernsehsender N+ Univision betonte der Chef des Weltfußballverbands entschieden: "Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D - es gibt nur Plan A." Diese klare Aussage unterstreicht Infantinos Entschlossenheit, den Iran trotz der politischen Spannungen ins Turnier zu integrieren.

Komplizierte Rahmenbedingungen und geänderte Spielorte

Angesichts der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen, bei denen die Vereinigten Staaten und Israel seit Ende Februar den Iran angreifen und das Land Gegenschläge ausführt, hat der iranische Fußballverband einen bedeutenden Antrag gestellt. Statt wie ursprünglich geplant möchte Iran seine drei Vorrundenpartien nicht in den USA, sondern in Mexiko austragen. Diese Forderung wirft zahlreiche logistische und politische Fragen auf, da die FIFA nun prüfen muss, ob dieser Wunsch überhaupt umsetzbar ist und ob der Verband dazu bereit ist.

Infantino äußerte sich diplomatisch zu den Herausforderungen: "Iran repräsentiert sein Volk – die Menschen, die im Iran leben, ebenso wie jene, die im Ausland leben." Er warb nachdrücklich für eine Teilnahme des Landes und versicherte, die FIFA werde alles daran setzen, dass der Iran "unter den bestmöglichen Bedingungen" an der WM teilnehmen könne. Gleichzeitig gestand der 56-jährige Schweizer ein, dass man in der "realen Welt" lebe und die Situation "sehr kompliziert" sei.

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Unklare Boykott-Drohungen und Turnierplanung

Vor etwa anderthalb Wochen hatte Irans Verbandschef Mehdi Tadsch laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna angekündigt, dass sein Land die USA boykottieren, nicht aber die WM selbst. Allerdings blieb diese Aussage vage und wurde nicht näher erläutert, was weitere Unsicherheiten schafft. Die Endrunde der Weltmeisterschaft, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli.

In der Gruppenphase soll der Iran auf folgende Mannschaften treffen:

  • Belgien
  • Neuseeland
  • Ägypten

Die FIFA steht nun vor der schwierigen Aufgabe, zwischen sportlichen Interessen und geopolitischen Realitäten zu vermitteln, während die Welt gespannt auf eine Lösung wartet.

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