Hertha BSC: Aufstiegsträume geplatzt nach Niederlage gegen Kaiserslautern
Hertha: Aufstiegsträume nach Niederlage geplatzt

Herthas Aufstiegshoffnungen nach Niederlage gegen Kaiserslautern geplatzt

Es war ein Nachmittag voller Enttäuschung für Hertha BSC. Die Berliner verloren ihr Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 und müssen damit ihre Aufstiegsträume in die Bundesliga wohl endgültig begraben. Trainer Stefan Leitl bezeichnete die Niederlage als maximal bitteren Nachmittag, der die Serie von 13 Punkten aus fünf Spielen jäh beendete.

Dominanz ohne Effizienz

Über weite Strecken des Spiels dominierte Hertha BSC das Geschehen und ließ dem Gegner besonders in der ersten Halbzeit kaum Raum. Doch wie so oft in dieser Saison fehlte es den Berlinern an der nötigen Effizienz im Abschluss. Wir kriegen es irgendwie nicht hin, die entscheidenden Dinger dann auch mal reinzumachen, analysierte Mittelfeldspieler Paul Seguin die wiederkehrenden Probleme.

Torwart Tjark Ernst zeigte sich nach dem Spiel ernüchtert: Ich glaube jeder, der heute das Spiel gesehen hat, hat mehr oder weniger ein Spiel auf ein Tor gesehen. Und deswegen ist es natürlich extrem ärgerlich, weil wir uns viel vorgenommen haben und jetzt am Ende ohne Punkte stehen.

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Der entscheidende Moment

Der Siegtreffer der Lauterer fiel kurz nach dem Seitenwechsel durch Mergim Berisha. Nach einem Eckball, den die Hertha-Abwehr allzu zaghaft klärte, nutzte der Stürmer glückliche Abpraller zum entscheidenden Tor. Richtig scheiße für uns, das muss man auch so sagen. Wir kriegen die erste Ecke gegen uns und das Ding ist drin, kommentierte Trainer Leitl den Spielverlauf.

Die Berliner gaben danach alles für den Ausgleich. Seguin traf sogar den Pfosten, und Torwart Julian Krahl von den Pfälzern zeigte mehrere starke Paraden. Doch am Ende blieb es bei der bitteren 0:1-Niederlage.

Realistische Einschätzung der Aufstiegschancen

Mit nur noch fünf Spielen in der Rückrunde und einem möglichen Rückstand von acht Punkten auf den Relegationsplatz drei werden die Aufstiegschancen immer unrealistischer. Wir müssen ehrlich sein, es wird sehr schwer, eigentlich fast unmöglich, räumte Seguin ein.

Stürmer Luca Schuler ergänzte: Es lag häufig am letzten Pass, an der letzten Idee, die nicht gepasst hat. Dieses Mangel an Kreativität gegen tiefstehende Kontrahenten wie Kaiserslautern zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison.

Ausblick auf die Zukunft

Die Niederlage wirft bereits Fragen zur kommenden Saison auf. Hertha BSC wird voraussichtlich die vierte Zweitligasaison in Folge bestreiten müssen. Mehrere Spieler wie Kennet Eichhorn, Fabian Reese und Tjark Ernst stehen bei höherklassigen Clubs auf dem Zettel, was einen Umbruch im Sommer wahrscheinlich macht.

Immerhin erhielt Trainer Stefan Leitl von Geschäftsführer Peter Görlich in einem Interview mit dem rbb ein klares Bekenntnis für die nächste Saison. Dies gibt zumindest etwas Planungssicherheit in unruhigen Zeiten.

Verpflichtung gegenüber den Fans

Trotz der enttäuschenden Aufstiegssituation wollen die Spieler in den verbleibenden fünf Spielen noch einmal alles geben. Verteidiger Toni Leistner betonte: Die Flinte irgendwie ins Korn werfen, das sind wir nicht. Jeder weiß, dass wir den Fans was schuldig sind, die uns über die letzten Jahre schon immer in voller Kapelle unterstützt haben.

Nach dem Spiel nahmen sich die enttäuschten Profis dennoch Zeit für junge Fans in den Katakomben des Olympiastadions. Sie schrieben Autogramme und posierten für Erinnerungsfotos mit strahlenden Kindern – eine kleine Geste der Wertschätzung in einer enttäuschenden Saison.

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