Henrichs kämpft um WM-Traum trotz Verletzung und Reservistenrolle
Der Leipziger Profi Benjamin Henrichs hat seine Hoffnung auf eine Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft noch nicht aufgegeben, obwohl er erst kürzlich eine lange Verletzungspause überstanden hat und bei RB Leipzig derzeit als Reservist agiert. Der 29-jährige Defensivspieler äußerte im Gespräch mit dem "Kicker" seinen ungebrochenen Willen, sich für das Turnier zu empfehlen.
Lange Verletzungspause und schwieriger Weg zurück
Von Dezember 2024 bis Januar 2026 fiel Henrichs mit einem schweren Achillessehnenriss aus, was ihn für mehr als ein Jahr außer Gefecht setzte. Seit seiner Rückkehr kam er bei RB Leipzig zu zehn Einsätzen, stand jedoch nur in zwei Partien von Beginn an in der Startelf. "Meine Leistungen bei meinen Einwechslungen waren ordentlich, aber von der reinen Spielzeit her muss noch mehr kommen, damit ich wieder für die Nationalmannschaft infrage kommen kann", erklärte Henrichs selbstkritisch.
Geheimnisvolles Telefonat mit Bundestrainer Nagelsmann
Besondere Motivation zieht der Spieler aus einem Telefonat mit Bundestrainer Julian Nagelsmann, das vor der jüngsten Nominierung zu den Länderspielen gegen die Schweiz und Ghana stattfand. "Wir haben ein bisschen gesprochen", verriet Henrichs, ohne weitere Details preiszugeben. Dieses Gespräch scheint jedoch dazu beigetragen zu haben, dass die WM-Teilnahme trotz starker Konkurrenz weiterhin ein realistisches Ziel für ihn bleibt.
Zu den Konkurrenten auf seiner Position zählen Kapitän Joshua Kimmich, der Stuttgarter Josha Vagnoman und sein Teamkollege Ridle Baku. "Es wäre schon eine Enttäuschung für mich, wenn ich nicht dabei wäre", gestand Henrichs. "Ich habe während der Verletzungspause oft daran gedacht, wie es wäre, bei der WM dabei zu sein."
Flexibilität als Trumpf und konkrete Arbeitsziele
Als besonderen Vorteil sieht Henrichs seine vielseitige Einsetzbarkeit. Er kann nicht nur auf der rechten Verteidigerposition spielen, sondern auch auf der linken Seite und im defensiven Mittelfeld aushelfen. "Ich bin bereit für den Konkurrenzkampf. Die WM ist mein großer Traum", betonte der Leipziger.
Auf seinem Trainingsplan steht aktuell die Arbeit an der durch die lange Verletzung etwas beeinträchtigten Schnelligkeit und Spritzigkeit. "Ich traue mir aber zu, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Dafür gebe ich alles, Tag für Tag", versicherte Henrichs mit entschlossenem Ton.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob der 29-Jährige seine Form so steigern kann, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann ihn für das WM-Aufgebot berücksichtigt. Bis dahin bleibt das Telefonat zwischen den beiden ein geheimnisvoller Hoffnungsträger für den ambitionierten Defensivspieler.



