Hübner vor Volleyball-Finale: Favoritendebatte spielt keine Rolle
Hübner: Favoritendebatte spielt keine Rolle

Der ewige Champion oder der Hauptrunden- und Pokalsieger? Vor dem hochklassigen Finale der Volleyball-Bundesliga zwischen der SVG Lüneburg und Titelverteidiger Berlin Recycling Volleys hat Trainer Stefan Hübner eine klare Rollenverteilung abgelehnt. „Das sind Themen, die viel mehr die Fans und Volleyballbegeisterten beschäftigen. Wer Favorit ist, wer welche Chancen hat“, sagte der SVG-Coach dem SID: „Das sind für die Athleten alles Dinge, die keine Rolle spielen.“

Am Mittwoch kommt es zum Duell

Am Mittwoch (20.00 Uhr/Dyn) empfängt Lüneburg, Tabellenführer nach der Hauptrunde, Berlin zur Revanche. „Ich schiebe den Ball gern zu ihnen – sie sind als Tabellenführer in die Playoffs gegangen. Von daher sind sie in einer kleinen Favoritenrolle“, hatte Berlins Routinier Ruben Schott nach dem Finaleinzug der Volleys bei Dyn gesagt. „Weder das Wort Favorit noch das Wort Außenseiter kommen bei uns vor“, konterte Hübner.

Wer eine Einschätzung haben will, solle am besten an anderer Stelle nachfragen. „Das sind Fragen, die kann man einer KI stellen. Da kriegt man dann eine schöne Antwort“, sagte Hübner. Das habe er etwa „spaßeshalber“ vor dem Pokalfinale gemacht. Die Grundlage der Antwort bilden dann Ergebnisse und Bilanzen aus der Vergangenheit. „Das ist ganz witzig, aber nichts, womit wir uns als Aktive beschäftigen“, sagte er.

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Vergangenheit zählt nicht

Dass die BR Volleys die best-of-five-Serie um den Titel im Vorjahr glatt mit 3:0 gewannen, spielt für Hübner ebenso wenig eine Rolle wie die längere Regenerationszeit der Lüneburger. „Wir müssen auf unserem höchsten Level spielen“, sagte er und warnte: „Berlin hat mit so jemandem wie Jake Hanes eine hohe individuelle Qualität, er konnte in der Vergangenheit auch mal Spiele sehr dominieren. Bei uns ist das sehr viel das Kollektiv.“

Der Trainer der SVG blendet die Debatte von „Fans und Volleyballbegeisterten“ völlig aus. Für ihn zählt nur die Leistung auf dem Feld. Das Finale verspricht Spannung, denn beide Teams haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass sie auf Augenhöhe agieren können. Die Lüneburger sind als Hauptrundenerster in die Playoffs gestartet, während Berlin als Titelverteidiger mit viel Erfahrung kommt. Doch Hübner bleibt gelassen: Entscheidend sei, wer an den entscheidenden Tagen die bessere Taktik und das stärkere Team habe.

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