Hansa Rostock patzt im Aufstiegskampf: 0:0 in Schweinfurt kostet wertvolle Punkte
Hansa Rostock patzt im Aufstiegskampf gegen Schweinfurt

Hansa Rostock verpasst entscheidende Punkte im Aufstiegsrennen

Im heißen Aufstiegskampf der 2. Bundesliga hat Hansa Rostock einen herben Rückschlag erlitten. Das 0:0 beim bereits abgestiegenen FC Schweinfurt 05 kostete die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann wertvolle zwei Punkte, die im Endspurt der Saison besonders schmerzen. Statt den Rückstand auf den begehrten Relegationsplatz zu verkürzen, vergrößerte sich dieser auf nunmehr drei Punkte.

Verpasste Chancen und offensive Schwäche

Das Remis in Schweinfurt war besonders bitter, weil der Sieg für die Rostocker mehrfach zum Greifen nah war. In der 73. Minute scheiterte Stürmer Andreas Voglsammer aus bester Position am herausragenden Schweinfurt-Torwart Toni Stahl. „Ich glaube, ich mache auch alles richtig, habe einen guten Touch – und er wird dann noch abgefälscht“, analysierte Voglsammer später frustriert die verpasste Großchance.

Doch es blieb nicht bei dieser einen Szene. Die gesamte Rostocker Offensive zeigte sich an diesem Tag unglücklich und unpräzise. David Hummel (79. Minute) und Emil Holten (47. Minute) ließen weitere klare Torgelegenheiten liegen. Immer wieder kam Hansa gefährlich vor das gegnerische Tor, doch stets fehlte die letzte Konsequenz. Es war eindeutig kein Stürmer-Tag für die Norddeutschen, und das Ergebnis fühlte sich trotz des Punktgewinns wie eine Niederlage an.

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Brinkmann kämpft gegen aufkommende Zweifel

Trainer Daniel Brinkmann war sich der Bedeutung dieses Remis vollkommen bewusst. Direkt nach dem Schlusspfiff bildete er ungewöhnlicherweise einen Kreis mit seiner Mannschaft, um eine klare Botschaft zu senden: „Ich habe den Jungs gesagt, die Saison ist jetzt nicht vorbei. Wir können noch vier Spiele gewinnen“, betonte der Trainer entschlossen.

Brinkmanns Mission war eindeutig – er wollte verhindern, dass nach diesem Rückschlag Zweifel in der Mannschaft einkehren. „Zumindest am dritten Platz sind wir nah dran, und deswegen erlaube ich es nicht, dass irgendwer jetzt mit gesenktem Kopf hier herumrennt“, machte der Trainer unmissverständlich klar. Seine Philosophie ist simpel und direkt: „Es ist erst dann vorbei, wenn es vorbei ist.“

Bilanz gegen vermeintlich schwächere Gegner schmerzt

Besonders schmerzhaft für Hansa Rostock ist die Bilanz gegen Teams aus den unteren Tabellenregionen. Neben dem 0:0 in Schweinfurt holten die Norddeutschen bereits am 8. Spieltag nur ein 1:1 gegen den TSV Havelse. Genau diese verlorenen Punkte gegen vermeintlich schwächere Kontrahenten fehlen nun im engmaschigen Aufstiegskampf.

Mit nur noch vier Spielen bleiben maximal zwölf Punkte zu holen, doch der Spielraum wird von Spieltag zu Spieltag kleiner. Voglsammer bringt die Stimmung auf den Punkt: „Nach so einem Spiel bist du dann gefrustet, bist du sauer, dass du das Spiel nicht irgendwie gezogen hast. Trotzdem müssen wir den Mund abputzen, und weitermachen.“ Der Stürmer weiß aber auch: „So wie in den ersten 60 Minuten können wir uns nicht präsentieren, weil wir sonst nicht viele Punkte holen.“

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Hansa Rostock die mentale Stärke besitzt, diesen Rückschlag zu verarbeiten und im engen Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Vier Spiele – zwölf mögliche Punkte – und der Traum vom Aufstieg ist noch lange nicht begraben.

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