Mit vier Punkten Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz und drei Zählern auf Rang drei geht Fußball-Drittligist Hansa Rostock als Tabellenfünfter in die Schlussphase der Saison 2025/26. Am Samstag um 14 Uhr empfängt die Mannschaft im Ostseestadion den SSV Jahn Regensburg. Für die Rostocker zählt im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg im Grunde nur ein Sieg.
Keine Ausrutscher mehr erlaubt
Damit es mit dem Aufstieg noch klappt, sind Ausrutscher, wie zuletzt beim bereits abgestiegenen Schlusslicht 1. FC Schweinfurt (0:0) oder auch das 2:3 im Heimspiel gegen Viktoria Köln, verboten. „Ich weiß jetzt nicht, wie die anderen in den verbleibenden vier Spielen punkten. Doch vermutlich können wir uns nicht mehr viele Ausrutscher leisten“, sagt Hansa-Coach Daniel Brinkmann. Das 0:0 in Schweinfurt hat den 40-Jährigen mächtig gewurmt, vor allem das fast eine Stunde lang mutlose Auftreten des Teams habe ihm nicht gepasst.
Brinkmann fordert Siegermentalität
„Es ist ein Privileg, jetzt noch eine Drucksituation zu haben. Allerdings darf es nicht dazu führen, dass wir in eine zurückhaltende Art und Weise verfallen und Angst haben, etwas zu verlieren. Die Spieler können Fehler machen, wenn sie etwas riskieren. Aber Mutlosigkeit möchte ich nicht sehen“, betont der Trainer. Im Endspurt der Saison lässt sich der Coach auf keinerlei Diskussionen ein und fordert eine Top-Leistung vom Team: „Für Hansa Rostock muss es in der 3. Liga möglich sein, in jedem Spiel körperlich und mental an die Grenze zu gehen. Da lasse ich auch keine Ausreden zu.“ Dabei nimmt er die erfahrenen Führungsspieler um Benjamin Uphoff, Florian Carstens, Marco Schuster oder Andreas Voglsammer in die Pflicht: „Sie sollen und müssen vorangehen, um dem Rest der Mannschaft die Siegermentalität zu vermitteln.“
Gegner Regensburg kann befreit aufspielen
Mit Regensburg kommt ein Team ins Ostseestadion, das sich als Absteiger gewiss mehr ausgerechnet hatte. Als Zwölfter mit 43 Punkten geht es für die Gäste nur noch darum, letzte theoretische Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen. Sie können befreit aufspielen. „Sie spielen auch nach dem Trainerwechsel weiter mit Dreierkette, haben einige gute Fußballer und eine starke offensive Reihe. Sie können uns gefährlich werden. Doch wir haben im Hinspiel bewiesen, dass wir sie schlagen können. Das ist auch unser Ziel“, so Daniel Brinkmann. Mit 13 Toren ist Emil Holten bester Schütze des FC Hansa. Ob der Däne auch am Samstag gegen Regensburg jubeln kann, ist offen. Sein Einsatz ist noch fraglich.



