Hannover 96 thematisiert Rassismus-Vorfall bei Regionalliga-Spiel der U23
Der Fußballclub Hannover 96 hat einen bedenklichen Vorfall bei einem Spiel seiner U23-Mannschaft in der Regionalliga Nord öffentlich gemacht. Während der Partie beim FSV Schöningen, die mit 1:3 verloren ging, wurde der 21-jährige Spieler Montell Ndikom von einem Zuschauer rassistisch beleidigt. Der Verein entschied sich bewusst, diesen Vorfall nicht unter den Teppich zu kehren, sondern ihn in den öffentlichen Raum zu tragen.
Klare Stellungnahme des Vereins und sofortige Reaktion
In einer offiziellen Stellungnahme auf seiner Internetseite betonte Hannover 96, dass man unmittelbar nach dem Spiel ausführlich mit Montell Ndikom gesprochen habe, der die Situation sehr klar schilderte. „Bei aller Sensibilität, die der Umgang mit einer solchen Thematik erfordert, waren wir uns gemeinsam sofort einig, dass wir diesen Vorfall nicht einfach hinnehmen können“, heißt es in dem Statement. Der Verein unterstrich, dass Rassismus weder auf dem Rasen noch auf der Tribüne oder irgendwo in der Gesellschaft Platz haben dürfe.
Co-Trainer Timo Struckmeier berichtete der „Neuen Presse“, dass das Spiel für etwa zehn Minuten unterbrochen wurde. Nach Rücksprache mit dem betroffenen Spieler entschied man sich jedoch, die Partie fortzusetzen. Auch aus dem Liveticker des Heimvereins FSV Schöningen geht hervor, dass es in der 25. Spielminute zu einer Unterbrechung kam, wobei von einem möglichen Rassismus-Vorfall die Rede war.
Konsequente Aufarbeitung gefordert
Hannover 96 forderte eine konsequente Aufarbeitung des Vorfalls und machte deutlich, dass eine rassistische Beleidigung nicht nur den einzelnen Spieler, sondern den gesamten Club betreffe. Der FSV Schöningen wurde um eine Stellungnahme gebeten, während der Vorfall erneut die anhaltende Problematik von Rassismus im Fußball verdeutlicht. Immer wieder werden vor allem schwarze Spieler Opfer solcher Diskriminierungen in Stadien, was die Dringlichkeit von Maßnahmen gegen Rassismus unterstreicht.
Der Verein setzt damit ein Zeichen für Toleranz und gegen Diskriminierung, indem er transparent mit dem Vorfall umgeht und die Öffentlichkeit einbezieht. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, weiterhin aktiv gegen Rassismus im Sport und in der Gesellschaft vorzugehen.



