Personalwechsel bei Hannover 96: Bremer kehrt zurück, Schmadtke-Position unbesetzt
Bei Hannover 96 dreht sich das Personal-Karussell erneut. Jörg Schmadtke (62) hat am 31. März seinen letzten Arbeitstag beim Zweitligisten absolviert. Der ehemalige Profi-Torwart war erst im Januar als Geschäftsführer Sport zu den Niedersachsen zurückgekehrt – dies war bereits seine zweite Amtszeit bei den Roten, nachdem er von März 2011 bis April 2013 bereits für den Verein tätig war.
Überraschendes Ende nach nur drei Monaten
Schmadtkes Rückkehr endet jedoch überraschend nach nur drei Monaten. Interne Differenzen bei der zukünftigen Ausrichtung des Klubs werden als Grund für das vorzeitige Ende genannt. An seinem letzten Arbeitstag ließ sich Schmadtke nach Informationen der BILD nicht auf der Geschäftsstelle blicken.
Ausgerechnet an diesem Tag präsentierte Hannover 96 einen neuen Geschäftsführer: Björn Bremer (54) kehrt als alter Bekannter zurück. Von 2011 bis 2021 war Bremer bereits Geschäftsführer bei Hannover 96, nun übernimmt er ab dem 1. April erneut Führungsaufgaben.
Bremer übernimmt Finanzen und Infrastruktur
Bremer wird die Position des Geschäftsführers in der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG sowie der Hannover 96 Arena GmbH & Co. KG übernehmen. Seine Verantwortungsbereiche umfassen:
- Finanzmanagement
- Strukturentwicklung
- Infrastrukturplanung
Die sportliche Leitung – also die Kader-Zusammenstellung mit Zu- und Abgängen sowie Trainerentscheidungen – gehört jedoch nicht zu Bremers Aufgabenbereich. Die von Schmadtke hinterlassene Position des Geschäftsführers Sport bleibt vakant, die Suche nach einem Nachfolger läuft weiter auf Hochtouren.
Bremer bringt umfangreiche Erfahrung mit
„Ich habe Hannover 96 auch in den zurückliegenden Jahren weiter eng verfolgt und den Kontakt gehalten“, erklärt Bremer zu seiner Rückkehr. „Im Rahmen meiner Tätigkeit in den vergangenen Jahren habe ich viele neue, spannende Impulse und Ansätze kennengelernt, die ich sicherlich in die künftige Gestaltung meiner Aufgaben einfließen lassen werde.“
In den letzten fünf Jahren war Bremer Geschäftsführer des Internationalen Fußballinstituts (IFI) in Ismaning bei München. Zusätzlich leitete er Tochtergesellschaften des international agierenden privaten Hochschulnetzwerks IUNworld und einer IT-Gesellschaft. Seine Aufgaben umfassten:
- Kooperationen mit nationalen und internationalen Fußballklubs
- Zusammenarbeit mit Nationalverbänden
- Dozententätigkeit für Unternehmensentwicklung und Strategie am ÖFBL-Bundesliga-Campus
Martin Kind lobt Bremers Expertise
96-Patron Martin Kind (81) zeigt sich von der Personalie überzeugt: „Björn Bremer verfügt über eine hohe Wissenskompetenz und eine große Erfahrung im Fußballkontext. Durch seine Tätigkeit für das Internationale Fußballinstitut hat er seine Expertise sowie sein Netzwerk noch einmal erweitert und sich intensiv mit relevanten Zukunftsthemen beschäftigt.“
Kind betont besonders: „Für die Weiterentwicklung der Strukturen bei Hannover 96 wird er insbesondere verantwortlich sein.“ Damit unterstreicht der Vereinspräsident den Fokus auf organisatorische und infrastrukturelle Verbesserungen, während die sportliche Führung zunächst unbesetzt bleibt.
Die Personalentscheidungen bei Hannover 96 zeigen, dass der Verein trotz der kurzen Amtszeit von Jörg Schmadtke weiterhin auf erfahrene Führungskräfte setzt. Während Björn Bremer die wirtschaftlichen und strukturellen Belange übernimmt, bleibt die sportliche Leitung eine offene Frage, deren Lösung der Klub mit Hochdruck verfolgt.



