Der FC Bayern München steht im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain unter Druck. Nach dem spektakulären 4:5 im Hinspiel hat Dietmar Hamann den Münchnern zu einer anderen Herangehensweise geraten.
Hamanns Kritik an der Spielweise
„Die Bayern müssen versuchen, so einen Schlagabtausch wie am Dienstagabend im Rückspiel am nächsten Mittwoch nicht zuzulassen“, betonte der 52-Jährige in seiner Kolumne für Sky. Er erklärte: „Wenn du gegen PSG ihr Spiel spielst, sind sie offensiv einfach zu stark. Ich glaube, dass die Pariser vorne noch ein Stück besser sind als die Bayern.“
Im Hinspiel hatten die Pariser dem FCB bei Umschaltsituationen mit den blitzschnellen Angreifern Ousmane Dembélé, Désiré Doué und Khvicha Kvaratskhelia große Probleme bereitet. Hamann hegt daher leichte Zweifel am Titelgewinn: „Bayern geht immer vorne drauf, spielt Mann gegen Mann. Sie haben die gesamte Saison so gespielt, ähnlich wie Barcelona. Die Frage ist, ob das zum ganz großen Titel reichen kann?“, merkte der frühere Profi der Münchner an.
Aussichten auf das Rückspiel
„Ich weiß nicht, ob Bayern anders spielen kann. Sie können sich in München nicht zurückziehen und versuchen, auf Konter zu spielen, denn sie müssen im Rückspiel mindestens ein Tor mehr schießen als PSG“, fuhr Hamann fort. Durch die beiden Bayern-Tore nach dem 2:5 sei „alles offen“, analysierte er mit Blick auf das Wiedersehen am kommenden Mittwoch um 21 Uhr. „Es wird wieder ein sehr interessantes Spiel, aber ich glaube nicht, dass wir wieder neun Tore sehen werden, weil mehr taktiert werden wird.“
Die Münchner müssen im Rückspiel also eine Balance finden zwischen Offensive und defensiver Stabilität, um das Finale zu erreichen. Ob ihnen das gelingt, bleibt abzuwarten.



