Borussia Mönchengladbach bricht mit einer langjährigen Tradition: Ab dem 1. Juli 2026 heißt das Heimstadion des Bundesligisten offiziell ista-Borussia-Park. Der neue Name ist bereits am Stadion angebracht. Die Partnerschaft mit dem Nachhaltigkeitspartner ista läuft mindestens bis zum 30. Juni 2031.
Ende einer Ära: Stadionname erstmals vermarktet
Über zwei Jahrzehnte hatten sich die Gladbacher Verantwortlichen – darunter Ex-Präsident Rolf Königs (84) und der frühere Finanz-Chef Stephan Schippers (58) – gegen eine Vermarktung des Stadionnamens gewehrt. Der Borussia-Park war 2004 eröffnet worden und ersetzte das legendäre Bökelberg-Stadion. Nun änderte Finanz-Boss Stefan Stegemann (63), der seit dem 1. Januar 2025 CEO von Borussia ist, die Strategie.
Stegemann hatte bei der Bekanntgabe der Namenspartnerschaft im November 2025 betont: „Wir freuen uns, in ista einen Partner gefunden zu haben, der dem Borussia-Park nicht einfach nur einen namentlichen Zusatz gibt, sondern unserem Stadion, vielen weiteren Gebäuden auf dem Gelände und damit dem gesamten Verein mit innovativer Gebäudetechnik einen echten Mehrwert bietet. Wenn wir Nachhaltigkeit voranbringen wollen, brauchen wir einen vertrauensvollen Partner mit Kompetenzen und einer langfristigen Perspektive.“
ista-Borussia-Park: Mehr als nur ein Stadion
Der ista-Borussia-Park ist weit mehr als eine reine Spielstätte. Das gesamte Gelände umfasst 308.677 Quadratmeter – das entspricht der Fläche von 43 Fußballfeldern. Neben dem Stadion befinden sich dort das Trainingsgelände, die Geschäftsstelle des Vereins, das Fohlen-Internat, das Museum Fohlen-Welt, der Fan-Shop sowie gastronomische Einrichtungen wie die Sportsbar und der Biergarten. Auch ein Hotel mit Blick auf das Stadion, verschiedene medizinische Einrichtungen und Parkplätze für Besucher gehören zum Areal.
Die Partnerschaft mit ista, einem Energiedienstleister, soll dem Verein helfen, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die innovative Gebäudetechnik von ista soll auf dem gesamten Gelände zum Einsatz kommen und langfristig Kosten sowie Energie sparen.
Historischer Schritt für Borussia Mönchengladbach
Der Verkauf des Stadionnamens ist ein bedeutender Schritt für den Verein, der lange Zeit auf eine solche Vermarktung verzichtet hatte. Der Borussia-Park war 2004 für rund 86 Millionen Euro erbaut worden und galt als modernes Stadion. Die Umbenennung in ista-Borussia-Park unterstreicht den Wandel des Vereins hin zu einer stärkeren Kommerzialisierung, ohne jedoch die Tradition völlig aufzugeben. Der Name Borussia-Park bleibt als Teil des neuen Namens erhalten.
Die Entscheidung fiel unter der Führung von Stegemann, der im Januar 2025 die Nachfolge von Stephan Schippers antrat. Schippers hatte über viele Jahre hinweg eine Namensvermarktung abgelehnt. Mit der neuen Partnerschaft erhofft sich der Verein zusätzliche Einnahmen und eine verbesserte Infrastruktur.



