Handball: Gislason nominiert zwei Debütanten gegen Dänemark
Gislason nominiert zwei Debütanten gegen Dänemark

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft trifft im Mai zweimal auf die Übermacht aus Dänemark. Bundestrainer Alfred Gislason hat seinen Kader für die Test-Länderspiele gegen den Olympiasieger sowie Welt- und Europameister nominiert und dabei für einige Überraschungen gesorgt. Gleich zwei Debütanten und vier prominente Rückkehrer stehen im Aufgebot.

Zwei Debütanten im DHB-Kader

Mit Mittelmann Moritz Sauter vom HSV Hamburg steht der nächste Spieler der U21-Weltmeister-Generation von 2023 vor seinem Debüt für die A-Nationalmannschaft. Eine Premierenchance erhält auch Linksaußen Vincent Büchner vom ThSV Eisenach. Beide sollen wertvolle Erfahrungen gegen die weltbeste Mannschaft sammeln.

Rückkehrer und Ausfälle

Stammtorhüter Andreas Wolff, Lukas Zerbe, Nils Lichtlein und Marko Grgic kehren nach ihrer Pause im März wieder in den Kader zurück. Sie hatten bei den Länderspielen gegen Ägypten gefehlt. Dagegen fehlen Jannik Kohlbacher, Rune Dahmke, Lukas Mertens und der verletzte Julian Köster. Der Vize-Europameister muss also auf einige erfahrene Kräfte verzichten.

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Gislason: „Dänemark ist der beste Gegner zum Lernen“

„Dänemark und wir werden eine der letzten Gelegenheiten nutzen, um rund um den Stamm der jeweiligen Teams noch einmal etwas zu testen“, sagte Gislason mit Blick auf die Heim-WM im Januar 2027. Der Isländer ergänzte: „Spiele gegen Top-Mannschaften zu haben, ist für uns sehr wichtig. Unter schwierigen Bedingungen können wir am besten lernen. Und dafür gibt es aktuell keinen besseren Gegner als Dänemark.“

Spieltermine und Negativserie

Die Maßnahme beginnt für das Team am 11. Mai. Die erste Partie gegen die Dänen, die Deutschland zuletzt im Finale der Europameisterschaft 2026 schlugen, findet am 15. Mai (19.30 Uhr) in Kopenhagen statt. Am 17. Mai (15.30 Uhr/beide ProSieben und Dyn) steht das Rückspiel in Köln auf dem Programm. Für die DHB-Auswahl geht es auch darum, die Negativserie gegen das Topteam zu durchbrechen. Der letzte Sieg liegt mehr als zehn Jahre zurück, danach setzte es auch in den ganz großen Begegnungen wie dem Olympia-Finale 2024 teilweise deutliche Niederlagen.

DHB-Vorstand Meckes: „Bewegung im Aufgebot“

„Wir haben etwas mehr Bewegung im Aufgebot, als wir uns das gewünscht haben, aber das hat auch gute Seiten, denn wieder können sich neue Kräfte in der Nationalmannschaft zeigen“, sagte Ingo Meckes, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes (DHB). „Der kommende Lehrgang eröffnet uns daher im Idealfall noch einmal weitere Alternativen, die wir bei Bedarf auch im Januar gut nutzen können.“

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Der DHB-Kader im Überblick

  • Tor: David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Andreas Wolff (THW Kiel)
  • Feld: Vincent Büchner (ThSV Eisenach), Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Tim Freihöfer (Füchse Berlin), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt), Mathis Häseler (VfL Gummersbach), Tom Kiesler (VfL Gummersbach), Juri Knorr (Aalborg Handbold/DEN), Matthes Langhoff (Füchse Berlin), Nils Lichtlein (Füchse Berlin), Moritz Sauter (HSV Hamburg), Miro Schluroff (VfL Gummersbach), Franz Semper (SC DHfK Leipzig), Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf), Lukas Zerbe (THW Kiel)