Gewaltausbruch nach Kreisliga-Spiel in Hellersdorf: Polizei ermittelt nach Massenschlägerei
Nach einem Kreisligaspiel ist es in Berlin-Hellersdorf zu einer schweren Prügelei zwischen Fußballanhängern gekommen. Die Polizei spricht von zahlreichen Personen, die nach dem Spiel zwischen Eintracht Mahlsdorf und dem Hellersdorfer FC aufeinander losgingen. Drei Menschen wurden dabei am Sonntagnachmittag leicht verletzt, wie die Behörden auf der Plattform X mitteilten.
Feuerlöscher als Waffe eingesetzt
Nach einem Bericht der „B.Z.“ wurden bis zu 20 Menschen gewalttätig. Ein Mann soll sich demnach einen Feuerlöscher geschnappt und damit in Richtung Mannschaftskabine der Hellersdorfer gesprüht haben. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung. Sie versucht, den Auslöser für den Streit herauszufinden und zu klären, wer noch an der Prügelei beteiligt war.
Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften
Zahlreiche Polizisten und Rettungskräfte der Feuerwehr waren vor Ort im Einsatz, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Das Spiel endete mit einer deutlichen 6:0-Niederlage für den Hellersdorfer FC, was möglicherweise zur Eskalation beigetragen hat. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die genauen Umstände und die Identifizierung der Beteiligten.
Zweiter Gewaltvorfall innerhalb kurzer Zeit
Erst am Samstag rückten Feuerwehr und Polizei zu einem handfesten Streit nach einem Boxkampf in Prenzlauer Berg aus. Angehörige einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie stürmten nach Zeugenaussagen den Boxring nach der Niederlage eines Verwandten. Bei der Prügelei wurde laut Polizei Reizgas versprüht, auch mit Mobiliar soll geworfen worden sein. Sechs Erwachsene, ein Jugendlicher und zwei Kinder klagten anschließend über Augenreizungen.
Diese beiden Vorfälle innerhalb weniger Tage werfen Fragen zur Gewaltprävention im Breitensport auf. Experten betonen die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen bei Sportveranstaltungen, um solche Eskalationen in Zukunft zu verhindern.



