Fußball-WM: Wie Klischees über Afrika das Spiel belasten
Fußball-WM: Klischees über Afrika belasten das Spiel

Die ghanaische Nationalmannschaft zeigt bei der Fußball-Weltmeisterschaft eine starke Leistung. Nach einem Pflichtsieg gegen Panama folgte ein 0:0 gegen die hochgehandelten Engländer. Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Kroatien ist der Einzug in die K.-o.-Runde nahezu sicher. Doch abseits des Platzes kämpfen afrikanische Teams gegen hartnäckige Vorurteile, wie Aussagen von Bastian Schweinsteiger zeigen.

Schweinsteiger und die Kolonialzeit-Klischees

Bastian Schweinsteiger, ehemaliger deutscher Nationalspieler, äußerte sich in einem Interview über afrikanische Mannschaften. Dabei bediente er Stereotype, die Experten als „rassistische Zuschreibungen aus der Kolonialzeit“ bezeichnen. Diese Klischees halten sich hartnäckig im Fußball und belasten die Wahrnehmung afrikanischer Teams. Benedikt Paetzholdt vom Tagesspiegel analysiert, wie solche Bilder entstehen und welche Auswirkungen sie haben.

Ghana: Ein Beispiel für verletzende Vorurteile

Ghana ist ein Paradebeispiel dafür, wie verletzend diese Klischees sein können. Die Spieler werden oft auf ihre vermeintliche körperliche Stärke reduziert, während taktische Disziplin und technische Fähigkeiten ignoriert werden. Dabei zeigt die ghanaische Mannschaft bei dieser WM genau diese Qualitäten. Das 0:0 gegen England war kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit und guter Taktik.

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Die Rolle der Medien und Experten

Medien und Fußballexperten tragen oft unbewusst zur Verbreitung dieser Klischees bei. Kommentare über „wilde“ oder „unberechenbare“ afrikanische Teams sind keine Seltenheit. Dabei wird übersehen, dass viele afrikanische Mannschaften hochprofessionell arbeiten und taktisch gut geschult sind. Die Aussagen von Schweinsteiger sind nur ein Beispiel für ein tieferliegendes Problem.

Wie der Fußball mit Vorurteilen umgehen sollte

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist Sensibilisierung nötig. Verbände, Trainer und Medien sollten darauf achten, keine Stereotype zu bedienen. Stattdessen sollten die individuellen Stärken und Leistungen der Spieler hervorgehoben werden. Ghana zeigt, dass afrikanische Teams auf höchstem Niveau mithalten können. Es ist an der Zeit, alte Denkmuster abzulegen.

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